Guter Auftakt für die Vallendarer Sozialdemokraten

Veröffentlicht am 13.01.2015 in Pressemitteilung

Neujahrsempfang 2015

Bei der Planung des traditionellen Neujahrsempfangs diskutiert der Vorstand jedes Jahr ausgiebig über das mögliche Thema der Neujahrsansprache. Diesmal war man sich schnell einig, denn das diesjährige Thema “ Gut leben im Alter “ stößt in der Gesellschaft auf immer größeres Interesse.

Mit der Ordensfrau Basina Kloos wurde schnell und unkompliziert eine hochkarätige Festrednerin gefunden. Schwester Basina gehört dem Orden der Waldbreitbacher Franziskanerinnen an und war, bevor sie in die Ordensleitung aufstieg, Krankenpflegerin, Lehrerin und Klinikleiterin. Sie war Generalvikarin und Generaloberin ihres Ordens. Basina Kloos ist derzeit Geschäftsführerin der Marienhaus Gesundheits- und Sozialholding GmbH, einem der größten christlichen Träger von sozialen Einrichtungen in Deutschland.

In ihrer Festrede sprach Schwester Basina sich deutlich für die gesellschaftliche Verantwortung aus, alten sowie pflegebedürftigen Menschen ein würdiges Leben nach christlichen Maßstäben zu ermöglichen. Dazu gehört Lebensqualität im häuslichen bzw. pflegerischen Umfeld, Anteilnahme am gesellschaftlichen Leben, Beziehungen und Autonomie. Fürsorge und Solidarität sind Säulen des menschlichen Daseins, aber Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung gehören gleichermaßen dazu, auch wenn Menschen im Heim leben müssen. Allzu oft hört man dort den Satz: Mutter oder Vater seien doch gut versorgt. „Das aber ist nicht das Leben“, so die Ordensfrau. „Pflegeeinrichtungen sind nach der häuslichen Pflege immer nur der zweitbeste Weg in der letzten Lebensphase eines Menschen“, betonte Schwester Basina. Zum Thema „Sterbehilfe“ sprach sie deutliche und mahnende Worte.

Sie wies in ihrem Vortrag auf die kleine Stadt Morbach hin. Die Gemeinde Morbach im Hunsrück stellt den Beweis an, dass parteiübergreifend, mit dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger und in Zusammenarbeit mit der Marienhausstiftung vieles scheinbar Unmögliche umsetzbar ist. Dort ist eine Vernetzungs- und Informationsstelle entstanden, die alten Menschen Informationen und Hilfe anbietet. Es gibt dort eine Alltagsbörse, die zum Beispiel Hilfestellung beim Einkaufen oder Gartenarbeit anbietet. Ein Dorfladen mit regionalen Produkten soll ebenfalls wieder entstehen. Es sind altersgerechte Wohnungen geplant, die zusätzlich Räume und Plätze für die gesamte Wohngemeinschaft anbieten. Es gibt viele Beispiele, wie Menschen ihren Lebensabend verbringen. Jedes Beispiel für sich hat seine Berechtigung und geht auf individuelle Bedürfnisse ein. Schwester Basina bat um mehr Verständnis für das Alter und warb dafür mit den Worten der Ordensfrau Gertrud von Le Fort:„ Das Altern ist wie eine Woge im Meer, wer sich von ihr tragen lässt, treibt oben auf.“

SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender und Ortsvereinsvorsitzender Dieter Klöckner, MdL, wies nach seiner Begrüßung ebenfalls auf die Auswirkungen der demografischen Entwicklung hin, die auch an Vallendar nicht spurlos vorbei geht. Deutlich mehr Sterbefälle als Geburten sprechen eine deutliche Sprache. Bedingt durch die drei ortsansässigen Seniorenheime ist der Altersdurchschnitt in Vallendar sehr hoch. Auf die demografische Entwicklung muss daher die Gesellschaft mit zukunftsfähigen Konzepten reagieren. Dieter Klöckner, MdL, hielt noch kurz Rückschau auf das Wahljahr 2014 und wies auf den Erfolg des Stadtbürgermeisterkandidaten Peter Stäblein hin, dem nur 172 Stimmen fehlten. Wer die Bevölkerungsstruktur von Vallendar kennt, muss dieses Stimmergebnis durchaus als Erfolg betrachten.

Bernd Schemmer sprach für die SPD-Verbandsgemeindefraktion und ging rückblickend auf das Wahljahr 2014 ein. Für die SPD war dies durchaus ein erfolgreiches Jahr. Der SPD VG-Rat konnte sogar einen Sitz dazugewinnen. VG-Bürgermeister Fred Pretz mahnte in seiner schwungvollen Rede mehr überparteiliche Zusammenarbeit und Solidarität an. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten Resultate und können sich über das häufige „Klein-Klein“ der politisch Handelnden nur wundern. „Wenn in Vallendar etwas gebaut wird, dann ist das keine rote, gelbe oder grüne Straße oder Stadthalle“, so Fred Pretz.

Musikalisch bereicherte das Duo „Wie-Waldi“ den Neujahrsempfang mit einem vielseitigen Repertoire bekannter Melodien. Die Begeisterung zur Musik ist den beiden Künstlern anzumerken.

Leckeres  „Finger-Food“  von der Seniorenresidenz Humboldthöhe , Sekt oder Selters und nette Gespräche ließen den Neujahrempfang der Vallendarer Sozialdemokraten angenehm ausklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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