Der Einzelhandel in Vallendar braucht dringend Hilfe

Veröffentlicht am 03.06.2009 in Aktuell

Deshalb hat sich die SPD-Stadtratsfraktion auf vielfachen Wunsch des Themas „Handel und Wandel fördern“ in einer Podiumsdiskussion angenommen. Die Gewerbetreibenden verlangen mit Nachdruck, dass sich in Vallendar endlich, nach all den Jahren des Stillstands, mit Intensität um die Probleme der Geschäftsleute gekümmert wird. Der über Parteigrenzen hinaus gegründete „Runde Tisch“ hat jahrelang akribisch ein Konzept erarbeitet, das in großen Teilen mit dem von der SPD-Stadtratsfraktion beantragtem Einzelhandelskonzept übereinstimmt.

Bernd Mühlberger, Mitglied des Aktivteams, wies auf die Vorteile eines unparteiischen Gremiums hin, das als nicht kooptierte Vereinigung die nötige Distanz hat, ein objektives Einzelhandelskonzepts zu präsentieren. „Die Fakten liegen auf dem Tisch, jetzt ist die Politik gefordert“, so Bernd Mühlberger. Fraktionssprecher Dieter Klöckner, MdL, verwies auf den notwendigen Wandel, der nun endlich von den politischen Gremien der Stadt Vallendar angepackt werden muss. Um noch größeren Schaden abzuwenden, gilt es endlich zu handeln. Eine gezielte Wirtschaftsförderung der ortsansässigen Gewerbetreibenden ist längst überfällig. Dank der mit 70 % bezuschussten Strukturmaßnahmen durch die Landesregierung, profitiert die Stadt von der WHU getroffenen Entscheidung, den gewählten Standort Vallendar in den nächsten Jahren auszubauen. „Bei der Umsetzung des Einzelhandelsentwicklungskonzepts sollte Vallendar größten Wert darauf legen, die Originalität der Stadt zu erhalten, nicht eine Kopie anderer Städte zu sein“, riet Achim Hütten, Oberbürgermeister der Stadt Andernach. Eine Stärken- und Schwächenanalyse deckt Potentiale auf und weist auf kritische Punkte hin. Hütten empfiehlt der Stadt eine hauptberufliche, professionelle Kraft zu engagieren, die einzig und allein für das Stadtmarketing zuständig sein sollte. In Andernach hat man damit die allerbesten Erfahrungen gemacht. Vallendar besitzt genügend Potential, aber Nachteil ist die Trennung der Stadt zum Rhein durch die Bahn. Dies sei unabänderlich, kann aber durch einen attraktiveren Ortseingang interessanter gestaltet werden. Die geplante Stadthalle auf dem ehemaligen Aldigelände käme dem Stadtbild mit Sicherheit zugute. Die Verkehrsregelung erweist sich als höchst kompliziert, sie ist aber gleichzeitig auch eine Herausforderung für die Planer.
Einkaufsmagnet Aldi fehlt im Innenstadtbereich. Hier muss eine Alternative geschafft werden, so dass auch Vallendarer Geschäftsleute davon profitieren. Die Vorsitzende der Vallendarer Gewerbetreibenden, Ulrike Meseberg-Kremser, schilderte die schwierige Lage der Vallendarer Geschäftsleute und beanstandete mangelnde Unterstützung seitens der Stadt. Dabei fällt in Vallendar gerade die qualifizierte Beratung in den Geschäften besonders positiv auf, meinte eine Zuhörerin aus dem Publikum. Die Aussage wurde von anderen Teilnehmern spontan bestätigt. Frau Meseberg-Kremser bedauerte auch die vielen Leerstände in der Innenstadt, wies aber mit Freude auf zwei neue Geschäfte hin, die bald das Warensortiment erweitern werden. Insgesamt muss das Einkaufserlebnis mit pfiffigen Ideen aufgefrischt werden. Nur gemeinsam können Geschäftsleute und Stadt mit professioneller Hilfe Konzepte für die Zukunft entwickeln. Die Vorsitzende wünscht sich für die Gewerbetreibenden ein kompetentes Stadtmarketing, um wieder an Umsätze früherer Zeiten anzuknüpfen
Dr. Alfred Löhning, der sich für das Amt des Stadtbürgermeisters bewirbt, will die Umsetzung des Einzelhandelsentwicklungskonzepts zügig vorantreiben. „Gute Ideen und Konzepte liegen auf dem Tisch – jetzt muss die Innenstadtentwicklung endlich gestaltet werden“, fordert Dr. Löhning.
Mit dem von der SPD beantragtem Einzelhandelsentwicklungskonzept wurde ein wichtiger Schritt zur Förderung der örtlichen Gewerbetreibenden getan. Die Zukunftsfähigkeit der Stadt Vallendar hängt davon ab!
 
 

Aktuelle Termine: