Die Wisssenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung ist ein Glücksfall für Vallendar

Veröffentlicht am 29.04.2008 in Aktuell

Die geplante Erweiterung der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung hat das Stadtbild Vallendars bereits verändert, und in Zukunft wird diese Entwicklung noch mehr an Bedeutung gewinnen. In der öffentlichen Diskussion gibt es viele Meinungen dazu, die teilweise auf unzureichenden Informationen beruhen und zu Irritationen führen. Aus diesem Grund hatte die SPD Vallendar alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Stadthalle eingeladen, um sich aus erster Hand über die Maßnahmen von WHU und Stadt informieren zu können.

Davon machten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreter aller Parteien, Gewerbetreibende sowie die Vallendarer Vereine regen Gebrauch. Auf großes Interesse stießen die Berichte über die zukünftigen städtebaulichen Vorhaben und die Rolle der WHU in Vallendar.




Mit Professor Dr. Michael Frenkel, Rektor der Hochschule, und Verbandsbürgermeister Fred Pretz, hatte die SPD zwei Experten geladen, die zahlreiche Unklarheiten zufrieden stellend beantworten und viele Zweifel ausräumen konnten.

Professor Dr. Michael Frenkel erklärte, dass sich die WHU ganz eindeutig zum Standort Vallendar bekenne. Damit seien aber auch notwendige Baumaßnahmen verbunden. Seit letztem Jahr wird sukzessive die Anzahl der Studierenden erhöht. Aus diesem Grund benötigt die WHU ein größeres Platzangebot, das bis 2011 durch die Realisierung von insgesamt drei Bauvorhaben geschaffen werden soll.

Eine verträgliche städtebauliche Entwicklung ist wichtig, bei deren Planungen auch die Interessen der Stadt und ihrer Bürger berücksichtigt werden müssen. Als gutes Beispiel nannte der Rektor die Fassade des ehemaligen Buchladens „Eva Bauer“, die mit hohem Kostenaufwand restauriert und in das Gebäude integriert wird. Professor Dr. Frenkel wies aber auch auf die zahlreichen sozialen Projekte hin, in denen die Studentinnen und Studenten eingebunden sind.




In diesem Zusammenhang sei nur auf den „First Responder“ hingewiesen, der vielen Vallendarern bekannt sein dürfte. Der WHU Responder ist die wahrscheinlich ausgefallenste studentische Initiative der Hochschule. Die Mitglieder leisten im Notfall eine qualifizierte Erste Hilfe, noch bevor der professionelle Rettungsdienst eintrifft. Alle haben eine umfangreiche rettungsdienstliche Ausbildung absolviert und stellen ihr Wissen und ihr Können der Gemeinschaft ehrenamtlich zur Verfügung.

Bereits seit 2003 rücken die „Helfer vor Ort“ bei allen erdenklichen medizinischen Notfällen in und um Vallendar aus. Durchschnittlich sechsmal pro Monat alarmiert die Rettungsleitstelle die WHU First Responder. Bei Herzinfarkten, Schlaganfällen, Unfällen und Reanimationen zählt jede Minute. Dank des Smart-Einsatzfahrzeugs mit Blaulicht, Martinshorn und einer professionellen Ausrüstung, allesamt großzügige Spenden von z.B. den Ehemaligen der WHU sowie verbundenen Unternehmen, trifft das Zwei-Mann-Team bis zu zehn Minuten vor dem Notarzt ein. Diese wertvollen Minuten werden für lebenserhaltende und -rettende Maßnahmen genutzt und können die Genesungschancen des Patienten entscheidend verbessern. Oft erfolgen die Einsätze zur Vorlesungszeit, und diese Ausfallzeit muss später in intensiver Arbeit nachgeholt werden.




Mit dem Bekenntnis der WHU zum Standort Vallendar profitiere die Stadt in mehrfacher Hinsicht, machte anschließend Verbandsbürgermeister Fred Pretz in seinem Vortrag deutlich. Die Stadt kann stolz darauf sein, mit einer international renommierten Hochschule punkten zu können.




Zugleich werden Bildungsstandort und Universitätsstadt gestärkt. Da sich auch die Philosophisch-Theologische-Hochschule der Pallottiner zum Standort Vallendar bekennt, ergeben sich enorme Perspektiven für die Zukunft der Stadt. Gewinner dieser Entwicklung sind auch die Gewerbetreibenden und die Bürger. Vermietungen von Wohnraum, ein auf Studenten abgestimmtes Warenangebot sind nur einige Beispiele dafür.

Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Dieter Klöckner besuchte Ministerpräsident Kurt Beck zweimal die Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar, um sich vor Ort ein Bild von der WHU und deren wichtigen Bildungsstandort zu machen. Daraus entwickelten sich intensive Kontakte und Gespräche, die nach langen Verhandlungen zu der Zusage der rheinland-pfälzischen Landesregierung führten, die Stadt Vallendar bei ihren städtebaulichen Vorhaben mit Zuschüssen von 70 % zu unterstützen, erklärte der Verbandsbürgermeister.

Beim Bau einer Kongresshalle müssen die Interessen aller Gruppierungen berücksichtigt werden. Da müssen die Parteien gemeinsam verantwortungsvoll planen und handeln; parteipolitische Schachzüge sollten für die gemeinsame Sache kein Thema sein. Oberste Priorität haben zukunftsorientierte Entscheidungen zum Wohle der Stadt und seiner Bürger.

Eine lebhafte Diskussion rundete diese gelungene Informationsveranstaltung ab. Der SPD Vallendar ist es mit ihrer Veranstaltung gelungen, die günstigen Zukunfts-perspektiven für Vallendar nach all den Jahren des Stillstandes transparent zu machen.

Nun können endlich Projekte angepackt werden, von denen alle partizipieren: Bürger, Geschäftsleute, Hochschulen und nicht zuletzt auch die politisch Verantwortlichen.

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