Herbstreise 2011 nach Schleswig-Holstein

Veröffentlicht am 23.11.2011 in Aktuell

Bericht von Lothar Janzen
Die diesjährige Herbstreise des SPD-Ortsvereins Vallendar führte in diesem Jahr vom 1.-8. Oktober nach Schleswig- Holstein.
54 erwartungsfrohe Teilnehmer traten die ca. 7.-stündige Reise in Richtung Schleswig- Holstein an. Unser Landtagsabgeordneter Dieter Klöckner hatte wie bei den vergangenen Fahrten ein informatives, mit vielen Highlights gespicktes Programm zusammengestellt. Angefangen mit unserem hervorragenden Hotel --- Wikingerhof--- im kleinen Städtchen Kropp, gelegen an der nahen Schnittstelle zwischen Nord- und Ostsee. Von hier aus wurden die täglichen Ausflüge und Besichtigungsziele angesteuert.

Der sonntägliche Einstieg in unser Besichtungsprogramm war der Besuch in der Wikingersiedlung Haithabu, gehörend zu der Gemarkung der Stadt Schleswig. Hier konnten sich die Teilnehmer einen umfangreichen Einblick in das Leben der Wikinger verschaffen, welche dort zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert lebten und einen regen Seehandel betrieben .Nach dieser 2stündigen Besichtigung ging es ein paar Kilometer weiter nach Schleswig, der Stadt an der Schlei, dem bekannten Ostseezufluss. Die 1200 Jahre alte Kulturstadt Schleswig mit ihrem Schloss Gottdorf, der netten Altstadt und der in den Stadtkern integrierten Halbinsel Holm. Der dort integrierte Friedhof ist in dieser Form einzigartig. Der nächste Besuchspunkt dieses Tages gehörte der Stadt Kappeln, mit einem schönen Hafen an der Schlei gelegen, unseren Fernsehzuschauern bekannt auch als ein Hauptdrehpunkststandort der bekannten Fernsehserie " der Landarzt". Der Abschluss des ersten Tages hatte noch ein Schmankerl zu bieten, es war der Besuch von Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands mit ihren gerade 400 Einwohnern. Ein Rundgang rundete das positive Erlebnis des ersten Tages ab.
Im Gegensatz zu Arnis, der kleinsten Stadt Deutschlands, ging es am darauffolgenden Tag zur Weltmetropole Hamburg. Das Entree war eine umfangreiche Stadtrundfahrt mit allen bekannten Sehenswürdigkeiten, angefangen von dem Wahrzeichen der Stadt, dem Hamburger Michel, bis hin zur mondänen Elbchaussee, dem elitären Stadtteil Uhlenhorst, dort erzählt man sich, dass sich die Kellner im Golfclub gegenseitig Trinkgeld geben, so vornehm soll es da zugehen. Einen Einblick über die Expansion der traditionellen Grossstadt wurde uns mit der Retortenstadt Hamburg City gezeigt. Ein Viertel mit modernsten Wohnungen, natürlich zu entsprechenden Preisen. Der Nachmittag gehörte dann einer Barkassenfahrt durch den Hamburger Hafen, wobei die Teilnehmer einen Eindruck über die Ozeanriesen mit ihren 176000 PS bekamen. Nach dieser imposanten Hafenrundfahrt, die ohne erkennbare Seekrankheit ablief, ging es dann wieder zu unserem Hotel nach Kropp.
Am darauffolgenden Tag stand eine Besichtigung der nordfriesischen Stadt Husum an. Der bekannte Sohn der Stadt ist der Dichter Theodor Storm, ein gelernter Jurist, der in seiner Freizeit wunderbare Gedichte schrieb. Zu besichtigen ist auch das Theodor- Storm- Haus, wo es einiges über den Literaten zu erfahren gibt. Nicht weit von Husum liegt wohl einer der bekanntesten Seebäder der Nordsee, St. Peter –Ording. Dort machten wir eine Kurzbesichtigung mit einem Mittagessen.
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der Besuch von Friedrichstadt, auch Klein-Holland genannt. Durchzogen mit Grachten, niederländisch geprägten Baustilen, fühlte man sich an Amsterdam erinnert, historische Folge einer Idee des Herzogs Friedrich, der, um den Handel auf der gut schiffbaren Eider anzukurbeln, Kontakt mit den Niederländer aufnahm, die zu dieser Zeit als hervorragende Kaufleute galten. Ziel war es, ein umfangreiches wirtschaftliches Handelsimperium aufzubauen. Etliche Holländer folgten diesem Aufruf und siedelten sich dort an. Eine nette Grachtenrundfahrt rundete diesen ereignisreichen Tag ab.
Die diesjährige Königsetappe der Herbstreise führte am folgenden Tag nach Dänemark. Römö die bekannte dänische Ferieninsel war der erste Fixpunkt. Die Insel mit ihren Ferienanlagen und den auch für Autos teilweise zu befahrenden Sandstrand sind die Attraktionen für die in den Sommermonaten reichlich anwesenden Urlauber. Danach ging es mit der Autofähre nach einer 45 minütigen Überfahrt zu der wohl bekanntesten deutschen Ferieninsel Sylt. Die Rundreise führte die Vallendarer Gruppe durch die allseits bekannten Orte wie Kampen, List mit ihren reetdachgeprägten Promivillen zur Inselhauptstadt Westerland. Dort hatten wir einen mehrstündigen Aufenthalt, um uns zu verköstigen und auch die Westerländer Edelmeile mit Ihren teilweise hochpreisigen Geschäften zu beschnuppern. Danach ging es mit dem Autoreisezug über den legendären Hindenburgdamm zurück auf das Festland nach Niebüll. Alte Bekannte sollte man immer wieder bei Gelegenheit besuchen. So bot sich zum Abschluss ein Besuch im Gasthof "Zur alten Schmiede" in dem kleinen Örtchen Lütjenholm an. Kein anderer als der ehemalige Pächter der Stadthalle Vallendar Karl Lorenzen führt dieses nordfriesische Restaurant. Dort wurde mit einem deftigen Abendessen der beeindruckende Tag abgeschlossen.
Der 5. Tag unserer Reise führte uns in die alte Hansestadt Lübeck. Diese zweitgrösste Stadt Schleswig-Holsteins mit ihren ca. 200.000 Einwohnern ist nicht nur durch Ihre edle Marzipanproduktion bekannt, sondern es gibt das berühmte Holstentor zu besichtigen . Wegbereiter aus Politik und Literatur haben in Lübeck ihren Standort. So konnten die Reiseteilnehmer das Willy-Brandt-Haus besichtigen, um anhand zahlreicher Bild- und Schriftdokumentationen den Werdegang dieses herausragenden Politikers, dessen Leben und Wirken nochmals zu verinnerlichen. Zwei weitere Protagonisten der Weltliteratur haben ebenfalls in Lübeck ein Besichtigungsforum, zum einen der Literaturnobelpreisträger Günther Grass und natürlich Thomas Mann. Über beide konnten sich die interessierten Teilnehmer umfassend informieren.
Der letzte Tag vor unserer Abreise führte uns am Freitag zu der Region Nordstrand. Hier ist das grüne Herz des Wattenmeeres. Imposant auch die vorgelagerten Halligen. Das Leben dort wurde uns durch die Reiseleitung eindrucksvoll geschildert. Der anschliessende Besuch auf dem bekannten Pharisäerhof, einer Gastronomie mit eingebundenem Hofladen, liess die Herzen unserer Reisegruppe bei Eierlikör- und Friesentorte und natürlich dem rumgetränkten –Pharisäer—höherschlagen. Ein Abschluss nach Maß.
Alles geht einmal zu Ende. Am Samstag früh um sieben Uhr ging es wieder auf die Rückreise nach Vallendar. Ein Bonbon hatte Dieter Klöckner bei seiner Planung aber noch zu bieten - einen Zwischenstopp in der herrlichen westfälischen Stadt Münster. Diese Universitätsstadt mit ihren abertausenden Fahrradfahrern, vor kurzem noch zur schönsten Stadt Nordrhein-Westfalens gewählt, war ein passender Abschluss der diesjährigen Herbstfahrt des Vallendarer SPD-Ortsvereins.
Durch wieder einmal hervorragende Reiseplanung von Dieter und Christel Klöckner, sowie die sichere und gekonnte Busbeförderung durch unseren langjährigen Busfahrer Dieter Maurer,kam eine zufriedene Reisegruppe wieder im heimischen Vallendar an - mit natürlich grosser Vorfreude zur nächsten Reise im Jahre 2012.

 
 

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