SPD–Fraktionen informierten sich in Erpel

Veröffentlicht am 29.11.2007 in Fraktion
Hochwasserschutz
Auswirkungen höhergelegter Straßen auf Hochwasser

Ein Besuch am Samstag, 10. November, führte die Fraktionen der S P D aus Verbandsgemeinderat und Stadtrat Vallendar in den Rheinort Erpel. Verbandsbürgermeister Fred Pretz und Landtagsabgeordneter Dieter Klöckner nahmen teil.

Bis vor einigen Jahren hatten Erpel und Vallendar gemeinsam ihre sicheren Plätze in den Hochwassermeldungen über Sperrungen der Bundesstraße 42. Erpel hat es vor einigen Jahren durch Höherlegen der Durchgangsstraße erreicht, weit weniger oft genannt zu werden.

Der Fraktionsvorsitzende der dortigen SPD
im Verbandsgemeinderat Klaus-Henning Rosen erläutert
den Gästen aus Vallendar die Auswirkungen der Höherlegung der B 42 in Erpel.

Fragen nach den Entscheidungen, den Auswirkungen und der eventuellen Übertragbarkeit bewegten die Teilnehmer, denen als sach- und ortskundige Informanden Ministerialdirektor a. D. Klaus-Henning Rosen, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat Unkel, und Jürgen Kroll, Mitglied der SPD-Fraktion im Gemeinderat Erpel, zur Verfügung standen. Brigitte Heitmann-Weiß, Fraktionsvorsitzende im Verbandsgemeinderat Vallendar, dankte beiden für Mitteilungen und Führung und stellte fest, dass weitere Überlegungen von den Erfahrungen in Erpel her durchaus von hohem Interesse sein werden. Hauptziel der Maßnahme in Erpel war, die Fälle drastisch zu vermindern, dass bei Hochwasser der ausgesperrte Verkehr sich seinen Weg durch den eng bebauten Ortskern und die am Hang gelegenen Wohngebiete sucht. Als Nebeneffekt bot sich die Möglichkeit an, das angrenzende Rheinufer zugänglicher und gefälliger zu gestalten, doch waren hierbei durch den harten Basalt-Untergrund enge Grenzen gesetzt. Probleme durch die Höherlegung ergaben sich an den Eingängen durch die Ummauerung in die „Stadt“, die an den neuen Straßenverlauf anzugleichen waren.

Die Fraktionsmitglieder von Verbandsgemeinde- und Stadt Vallendar überprüfen die Übertragbarkeit der Maßnahme.

So kommt die Sicherung gegen Hochwasser in Erpel vor allem dem Verkehrsfluss zugute; Jahrhunderthochwasser werden weiterhin die Bundesstraße überfluten, auf die Mauern treffen und in die Gassen strömen, die Mulden alter Stromarme im Hinterland werden sich – wie bisher – mit Wasser füllen. In einer Höherlegung der Bundesstraße und in der Möglichkeit, im Zusammenhang damit eine Neugestaltung des Rheinufers vorzunehmen, ergeben sich Parallelen zu Vallendar, auch wirft die Behandlung des durchgängigen Eisenbahndamms in Vallendar ähnliche Fragen auf wie die bei der Ummauerung von Erpel. Völlig verschieden ist aber die topographische Lage beider Gemeinden. Erpel liegt am oberen Ende einer Rheintalweitung ohne einmündende Bäche aus dem Hinterland, Vallendar in Prallhanglage vor mehreren auslaufenden Seitentälern; das bedingt, dass Vallendar auf ein viel weitreichenderes Hochwasserschutzprogramm angewiesen ist, um nicht nur dem Verkehrsfluss zu helfen, sondern auch seine stärker gefährdeten Einwohner wirkungsvoll zu schützen.

Gemeinsam mit Bürgermeister Fred Pretz und der Fraktionsvorsitzenden Brigitte Heitmann-Weiß diskutieren die Ratsmitglieder mit dem Landtagsabgeordneten Dieter Klöckner geeignete Hochwasserschutzmaßnahmen in Vallendar.

Nebeneffekte bei der Ortsbegehung waren das Kennenlernen einer bisher wenig wahrgenommenen Siedlung mit beachtlicher Vergangenheit in Kurköln, daraus resultierenden markanten Baudenkmälern und einem geschlossenen, durchaus städtisch anmutenden Ortsbild, dem hochragenden Basaltklotz der Erpeler Ley an ihrem oberen Ende und den rechtsrheinischen Trümmern der historisch bedeutenden „Brücke von Remagen“. Dr. Dieter Börsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat Vallendar, informierte zur Geographie und Geschichte und verstärkte hierbei den Blick auf Gemeinsamkeiten mit Vallendar und Unterschiede.

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