Umweltministerin Margit Conrad in Vallendar

Veröffentlicht am 14.12.2007 in Pressemitteilung

Auf Einladung der SPD Vallendar kam die Ministerin am Montag, dem 26. November 2007 in die Wallfahrtskirche der Pallottiner. Der SPD-Ortsverein griff das Thema „Klimawandel“ auf, um mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern darüber zu diskutieren und konnte dafür die rheinland-pfälzische Umweltministerin gewinnen. Vorab wurde der Film „Die unbequeme Wahrheit“ des Friedensnobelpreisträgers Al Gore gezeigt, um einen besseren Einstieg in die anschließende Diskussionsrunde zu ermöglichen.

Der „Globale Klimawandel“ ist nach der Vorstellung des jüngsten Klimaberichts des Klimarats der Vereinten Nationen ein viel diskutiertes Thema geworden. Extreme Wetterphänomene lassen aufhorchen und zwingen zur ernsthaften Auseinander-setzung mit diesem Problem. Wenn es nicht gelingt, den weiteren Anstieg der durch Menschen verursachten Freisetzung der Klimagase weltweit zu begrenzen - wobei die Industriestaaten ihre Klimagasemissionen drastisch reduzieren müssen –werden wir Verteilungskämpfe und Wanderungsbewegungen unvorstellbaren Ausmaßes erleben, so die Aussage des Films. Viele Tierarten sind vom Aussterben bedroht, aber auch der Mensch muss die ersten Vorboten gefährlicher Ausmaße wie die Zunahme von Trockenheit, Stürmen, Abschmelzen von Gletschern mit einhergehender Wasserknappheit zu Kenntnis nehmen. Der drohende Anstieg des Meeresspiegels betrifft die Küstenregionen weltweit. Die Industriestaaten haben einen überhöhten Verbrauch an fossilen Energien wie Erdöl, Erdgas und Kohle, den es drastisch zu reduzieren gilt. Auch Deutschland gehört zu den größten Verursachern von Treibhausgasen in Europa. Deshalb müssen wie mit gutem Beispiel voran gehen und den Ausstoß vor allem an Kohlendioxid (CO2) deutlich reduzieren.

Ortsvereinsvorsitzender Dieter Klöckner, MdL, dankte der Umweltministerin Margit Conrad für ihren Besuch in Vallendar

Aber was kann der einzelne Bürger dagegen tun? Umweltministerin Conrad nannte in ihrem Vortrag zahlreiche Möglichkeiten. An vorderster Stelle ist für den Privat-haushalt ein Umdenken beim Energieverbrauch erforderlich. Da fallen Stichworte wie: Energiesparendes Bauen und die Sanierung von Altbauten nach heutigen Standards. Die Ministerin machte auf die Mitmach-Kampagne „Unser Ener“ aufmerksam, die über das Bauen und Sanieren informiert. Es gibt attraktive Förderprogramme für die Errichtung von Passiv- und Energiegewinnhäusern. Zudem bestehen weitere Möglichkeiten durch individuelle Verhaltensumstellungen und veränderten Konsum, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Hierzu können neben Energieeinsparung durch sparsameres Verhalten oder den Einsatz effizienterer Geräte, der Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel, der Kauf von Produkten der eigenen Region (was emissionsintensive weite Transportwege vermeidet) sowie die Investition in erneuerbare Energieträger im privaten Bereich gezählt werden. Aber auch die Industrie muss wichtige Beiträge leisten, allen voran die Automobilhersteller mit umweltfreundlicheren Motoren wie dem Hybrid-Antriebssystem.

Stadtratsmitglied Dr. Christa Weichert sprach mit Ministerin Conrad über die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft im SPD-Ortsverein, die sich verstärkt mit umweltpolitischen Themen beschäftigen will .

Natürlich war die Zeit an diesem Informationsabend viel zu kurz. Viel Diskussionsstoff blieb zurück, aber ein wichtiger Schritt ist die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für das Thema „Klimawandel“. Der SPD-Ortsverein Vallendar ist für dieses Thema offen und wird in Zukunft mehr unter dem Motto: - „Global denken - lokal handeln“ - politisches Profil zeigen.


(von links nach rechts) VG-Fraktionsvorsitzende Brigitte Heitmann-Weiß, Ortsvereinsvorsitzender Dieter Klöckner, Ministerin Margit Conrad und VG-Ratsmitglied Dr. Matthias Rest diskutierten nach der offiziellenVeranstaltung über regionale Umweltthemen.

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