Arbeitsgemeinschaft 60 plus verabschiedet langjährigen Vorsitzenden Hubert Becker

v.links n. rechts: Hubert Becker, Dieter Klöckner, MdL und Heino Witt

Über 6 Jahre leitete Hubert Becker sehr erfolgreich die Vallendarer Arbeitsgemeinschaft 60 plus und hat die Aufgabe jetzt aus Altersgründen an Heino Witt übergeben. Hubert Becker schaffte es, zahlreiche Senioren in die Aktionen der AG 60 plus einzubinden. Unter dem Motto „Senioren lernen ihre Heimat kennen“ fanden regelmäßige Exkursionen statt, die immer auf großes Interesse stießen.

Ausflugziele wie das Technik-Museum in Speyer, Heidelberg, Abtei Sayn, Schloss Bürresheim, Worms, Alken, Sinzig, Monreal und Münstermaifeld sind nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die im Laufe der Jahre auf dem Programm standen. Der Vortrag „Zeitzeugen berichten“ in einer Synagoge oder etwa ein Informationsabend zum Thema „Landminen“ sorgten für brisanten Gesprächsstoff. Die Besuche beim TV-Mittelrhein und der Rhein-Zeitung waren ebenfalls hochinteressante Programmpunkte.
Hubert Becker hat mit seinem großen Engagement zahlreiche SPD-Mitglieder und genauso viele Bürgerinnen und Bürger begeistern können. Die SPD-Vallendar dankt Hubert Becker für seine kompetente Arbeit, die er in all den Jahren mit Herzblut ausgeübt hat und wünscht ihm viel Glück und Gesundheit.

Heino Witt ist neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60 plus

Der neue Vorstand 60 plus – Heino Witt 2. Reihe oben 3. v. links

Als neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft 60 plus wurde in dieser Woche der 65jährige Heino Witt in sein Amt gewählt. Sein Stellvertreter ist der 66jährige Heinrich Krebs. Landtagsabgeordneter Dieter Klöckner und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Vallendar hob in seiner Ansprache die Wichtigkeit der AG plus hervor. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der politischen Arbeit vor Ort. Angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft und dem damit verbundenen Demografischen Wandel, kommen immer mehr Aufgaben im Bereich „Senioren“ auf die Parteien zu. Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus leistet einen wichtigen Beitrag in der Seniorenarbeit. Die SPD-Vallendar wünscht Heino Witt viel Glück und ein gutes Händchen für seine bevorstehenden Aufgaben.

Haushaltsrede 2013 – Dieter Klöckner, MdL

Dieter Klöckner

Fraktionssprecher Dieter Klöckner, MdL „Viel Geld erwerben ist eine Tapferkeit, Geld bewahren erfordert Weisheit, und Geld schön auszugeben, ist eine Kunst.“ An diese Worte des Schriftstellers Berthold Auerbach musste ich denken, als ich mich mit meinen Fraktionskolleginnen- und kollegen in den letzten Wochen in den Haushaltsplan 2013 vertieft habe. In einer Zeit angespannter Finanzen auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens, sei es Bund, Land oder Kommunen, erfordert es schon eine gehörige Portion der genannten Eigenschaften, um eine vernünftige und verantwortbare Politik für alle Bürgerinnen und Bürger zu gestalten. Der politische Gestaltungsspielraum ist durch die pekuniäre Situation stark eingeengt. Die sogenannte „freie Finanzspitze“ hat in früheren Jahren einen politischen Handlungsrahmen ermöglicht, der so schon seit langem nicht mehr gegeben ist. Viele notwendige Maßnahmen und Vorhaben sind heute nur noch über Kredite finanzierbar. Zu Recht hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Regierungserklärung vom 30. Januar festgestellt, dass die Kommunen keine weiteren Einnahmeverluste mehr verkraften können. Um Kommunen zu stärken, bedarf es daher auch der Unterstützung von oben. Dazu gehört z.B. die Unterstützung des Bundes, z.B. in Form der im Fiskalpakt mit maßgeblicher Beteiligung von Rheinland-Pfalz vereinbarten Entlastung bei der Eingliederungshilfe. Wir begrüßen die Ankündigung der neuen Ministerpräsidentin, den Kommunen in den kommenden drei Jahren insgesamt eine halbe Milliarde Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Durch die Schaffung einer neuen Soziallastenzuweisung würden bereits 2014 mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro anstelle des bisherigen Soziallastenansatzes in Höhe von 48 Millionen Euro gemäß dem Urteil des Verfassungsgerichtshofes die Umverteilung für die Soziallasten auf ein neues Fundament gestellt. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt zukünftig mehr Geld im Haushalt haben wird. Aber wir müssen selbst auch einen eigenen Beitrag zur Konsolidierung unseres Haushalts leisten. Um die großen Vorhaben der Stadt finanzieren zu können, brauchen wir zusätzliche Gelder. Dazu sind zwei Ansätze nötig: zum Einen müssen Einnahmen akquiriert werden, auf der anderen Seite der Haushalt auf Sparmöglichkeiten untersucht werden. Die einzige direkte Möglichkeit, die Einnahmen der Stadt zu erhöhen, sehen wir in der Erhöhung der Hebesätze für die von der Kommune zu erhebenden Steuern. Bisher entsprechen unsere Hebesätze den Nivellierungssätzen des Landes; die dadurch voll der Umlage unterliegen. Um Mehreinnahmen im Haushalt zu erreichen, sind wir für folgende Anhebungen: Grundsteuer A 285 – 310 Grundsteuer B 338 – 360 Gewerbesteuern 352 – 375 Mit diesen Erhöhungen liegen wir immer noch niedriger als unsere Nachbargemeinden und halten daher die Maßnahme für durchaus vertretbar. Dadurch erreichen wir Mehreinnahmen von immerhin 185.400 €. Mit der Anhebung der Hundesteuer gleichen wir uns ebenso den Nachbargemeinden an, die im Gegensatz zu Vallendar schon lange die jetzt von uns zu beschließenden Steuern erheben. Dem Vorschlag von Stadtbürgermeister Günther Hahn, die Mieten für die Wambachhütte sowie das „Alte Haus Auf´m Nippes“ moderat zu erhöhen, folgen wir auch aus den zuvor schon genannten Gründen. Durch diese Anhebungen bleibt nach wie vor ein großes Defizit bei den Mieteinnahmen. Aber ein kostendeckender Beitrag würde diese Einrichtungen für die Nutzer unbezahlbar machen. Sie haben eine wichtige soziale Funktion für das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt und dienen dem bürgerschaftlichen Miteinander. Dankenswerterweise hat uns Herr Hollerbach eine Aufstellung aller sogenannten freiwilligen Leistungen der Stadt zukommen lassen. Die Mitglieder der SPD-Fraktion haben diese umfangreiche Liste gründlich durchforstet. Dabei haben wir festgestellt, dass der Großteil der Positionen in keiner Weise zu kürzen oder gar zu streichen ist. Dennoch haben wir einige Sparvorschläge zu machen, die zu einer Entlastung des Haushalts bzw. zu einer Verminderung der Kreditaufnahme führen. So möchten wir die Maßnahme „Spielplatz Düppelstraße“ auf einen späteren Zeitraum verschieben und die dafür vorgesehenen Ausgaben von 82.000 € im Haushalt 2013 streichen. Die veranschlagten Planungskosten für den 2. Bauabschnitt des Wandhofwegs sollten gestrichen werden und ebenso der Ansatz von 620.000 € für den Ausbau in 2014. Da bisher keine Zuschüsse beantragt sind (die Frist lief im Oktober 2012 ab), ist diese Maßnahme eh nicht in dieser Zeit durchzuführen. Allerdings sollte dafür Sorge getragen werden, dass dieser Straßenabschnitt bis zum Frühjahr 2014 in einem ordnungsgemäßen Zustand ist. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang auf eine aus unserer Sicht äußerst schwierig zu vermittelnde Vorgehenssweise hinweisen. Während der Bauarbeiten im Bereich des Wandhofweges wurde festgestellt, dass einzelne Felsabbrüche stattfanden. Daraufhin wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, eine geotechnische Beratung durchzuführen. Das war am 26. März 2010. Im Rahmen der Haushaltsberatungen wurde dieser Sachverhalt erst bekannt, da im Planentwurf 160.000 € für Hangsicherungs-maßnahmen in 2013 eingestellt sind. Erst auf meine Aufforderung hin wurde mir inzwischen das Gutachten ausgehändigt. Stadtbürgermeister Hahn hatte laut diesen Unterlagen bereits am 28. Februar 2010 die Zustimmung zu diesem Gutachten erteilt. Wir sind erstaunt darüber, erst jetzt nach Anmahnung Kenntnis von diesem Gutachten zu haben nach nun mehr fast drei Jahren und fragen nach den Gründen für dieses Verhalten. Wir möchten seitens der Fraktion auch darauf hinweisen, dass diese Maßnahme „Ausbau der Pater-Josef-Kentenich-Straße“ eine sehr teure Angelegenheit darstellt, die bisher schon in die Hunderttausende geht. Ursprünglich eine reine Privatstraße, wurde sie seinerzeit zum öffentlichen Verkehrsweg umgewidmet, um dadurch an Fördermittel zu kommen. Sie wird auch ausschließlich durch eine Organisation genutzt. Wenn man bedenkt, dass für alle Aufwendungen für die Unterhaltung von Straßen, Wegen und Plätzen sowie Verkehrslenkungsanlagen normalerweise insgesamt 100.000 € ( in diesem Jahr wegen zweier Einzelmaßnahmen ausnahmsweise 160.000 €) eingestellt werden, ist es der Bevölkerung schwer vermittelbar, dass für eine Einzelmaßnahme soviel Geld ausgegeben wird. Das wollten wir an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen. Durch den Personalwechsel bei der Hausmeisterstelle des Stadions sprechen wir uns für eine andere Regelung in diesem Bereich aus. Durch eine alternative personelle Betreuung könnten hier 12.000 der bisher eingeplanten 27.000 € eingespart werden. Ohnedies fallen durch Mieterwechsel weitere 1.080 € Minderausgaben für die Stadt an. Wir schließen uns auch dem Vorschlag des Stadtbürgermeisters an, den für dieses Jahr vorgesehene Fassadenwettbewerbs auszusetzen; dadurch sparen wir 4000 €. Erlauben Sie mir an dieser Stelle in eigener Sache einen Einsparvorschlag zu unterbreiten. (Reparaturen, etc.) benötigen wir die Zuwendungen, da wir die Essenspreise auch möglichst konstant halten wollen. Auch in diesem Jahr liegen uns wieder Anträge der kirchlich geführten Kitas vor für Baumaßnahmen. Dem stimmen wir gerne zu. An dieser Stelle weise ich darauf hin, dass in diesem Bereich aus unserer Sicht Handlungsbedarf besteht, was die zur Verfügung stehenden Kita-Plätze angeht. Zu einem früheren Zeitpunkt haben wir schon auf den Platzmangel hingewiesen. Die vorliegenden langen Wartelisten von Eltern sind ein deutlicher Beleg dafür. Und das vor dem Hintergrund eines Rückgangs der Geburtenzahl in unserer Stadt. Dem Zuschuss für Haus Wasserburg, das eine weit über die Grenzen der Stadt reichende vorbildliche Jugendarbeit leistet, stimmen wir ebenso zu wie dem Antrag des Handballvereins für seine erfolgreiche Jugendarbeit. Die einzelnen Zahlen des vorliegenden Haushalts möchte ich nicht alle wiederholen, da sie ja schon teilweise vorgetragen wurden bzw. im Haushaltsplan nachzulesen sind. Lassen Sie mich aber einige Schwerpunkte der vorgesehenen Investitionen erwähnen, die eine herausragende Bedeutung für unsere Stadt haben: Hier ist an erster Stelle die neue Stadt- und Kongresshalle zu nennen, deren Bau nach langen, wir meinen: zu langen Verzögerungen, nun endlich auf den Weg gebracht wird. Wir hoffen auf den ersten Spatenstich zum Ende dieses Jahres. Das ist für Vallendar ein Jahrhundertprojekt. Dank der Zuschüsse des Landes von 70% ist dieses Vorhaben möglich geworden und sichert den Hochschulstandort Vallendar. Ich erinnere daran, dass es seinerseits Bürgermeister Schons (CDU) war, der sich maßgeblich für die Ansiedlung der WHU in Vallendar eingesetzt hat. Daran sollte man einige der heutigen CDU-Mandats- und Funktionsträger immer mal wieder erinnern. Durch die mit der Erweiterung der Hochschule einhergehenden Investitionen in unserer Stadt wird Vallendar zukunftsfähig. Damit zusammen hängt auch der beschlossene Stadtumbau Innenstadt-West. Durch den Grunderwerb der Ladenstraße I schaffen wir die Möglichkeit zur Anlegung weiterer dringend benötigter Parkplätze. Das in der letzten Stadtratssitzung vorgelegte Verkehrsgutachten hat uns die prekäre Situation im Bereich der Stellplätze deutlich vor Augen geführt. Ich möchte noch auf einige Punkte hinweisen, die nicht unmittelbar den jetzigen Haushalt betreffen, uns aber in der nahen Zukunft unbedingt beschäftigen sollten. Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf alle Bereiche unserer Gesellschaft. Auch und gerade Vallendar ist davon betroffen. Zurückgehende Geburtenzahlen und exorbitant hohe Sterbefälle, bedingt durch die ansässigen drei Senioreneinrichtungen, müssen unser politisches Handeln in den nächsten Jahren bestimmen. In ihrer Regierungserklärung hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer ihrem Wunsch Ausdruck gegeben, in jeder Kommune ein gemeinschaftliches Wohnprojekt entstehen zu lassen. Das Land will dazu die Gründung von Genossenschaften unterstützen, die sich gemeinschaftliches Wohnen zum Ziel setzten. Hier sollten wir auch eine Herausforderung und Aufgabe für uns sehen. Mein Kollege Dr. Matthias Rest hat in seiner Haushaltsrede im Verbandsgemeinderat die Prüfung struktureller Veränderungen im Dienstleistungsbereich angeregt, um damit durch Synergie-Maßnahmen Sparpotentiale zu erreichen. Dem können wir uns seitens der Stadtratsfraktion nur anschließen. Auch hier in der Stadt Vallendar sehen wir durchaus solche Möglichkeiten. Dabei sollte es kein Tabu geben; aufgrund der äußerst schwierigen Finanzsituation können wir uns keine „heiligen Kühe“ leisten. Dazu werden wir in der nächsten Zeit Vorschläge erarbeiten. Zum Schluss danke ich im Namen meiner Fraktion ganz herzlich Herrn Hollerbach für seine vorzügliche Arbeit und seine stete Aussprech- und Auskunftsbereitschaft.

SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat

Foto:
„Der Fahrtkostenzuschuss für Schüler aus der Verbandsgemeinde Vallendar und das auf dem Gelände vorgesehene Beachvolleyball-Feld machen die Integrative Realschule Plus auf dem Mallendarer Berg attraktiver“ so der stellv. Fraktionsvorsitzende Bernd Schemmer

Integrative Realschule PLUS Vallendar wird attraktiver
Fahrtkostenzuschuss für VG-Schüler wird verlängert – Beachvolleyball-Anlage kommt

In der letzten Ratssitzung hat der Verbandsgemeinderat Vallendar wiederum nahezu einmütig unsere Integrative Realschule Plus unterstützt: Der seit diesem Schuljahr auf Antrag der SPD-Fraktion eingeführte Fahrtkostenzuschuss für die Kinder aus der Verbandsgemeinde wurde einstimmig verlängert und auch im nächsten Jahr gewährt.

Dieser war im letzten Jahr von der SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat beantragt worden, da die Konrad-Adenauer-Schule durch ihre topografische Lage auf dem Mallendarer Berg für viele Schüler aus der Verbandsgemeinde kaum fußläufig zu erreichen; der Schulweg ist steil und vor allem im Winter den Kindern nicht zumutbar. Damit wurde allen Schülern aus der Verbandsgemeinde über den gesetzlichen Beförderungsanspruch hinaus ein Zuschuss für die Busfahrt gewährt. Voraussetzung ist der tatsächliche Kauf einer Buskarte. In den Beratungen wurde festgehalten, dass diese Errungenschaft jedoch noch besser beworben werden muss.
„Der Fahrtkostenzuschuss hat zu den derzeit steigenden Schülerzahlen beigetragen“ sind sich der SPD- Fraktionsvorsitzende Dr. Matthias Rest und der weitere Fraktionsvorstand Alois Rüth sicher. „Wir wollen so unseren Schulkindern und ihren Eltern die Entscheidung für die wohnortnächste Schulwahl erleichtern.“

Ausserdem wurde nach umfangreichen Beratungen, insbesondere in der Standortfrage, die Anlage eines Beachvolleyball-Feldes beschlossen. Für die SPD-Fraktion hatte Günter Meder vor deren einmütiger Zustimmung nochmals betont, dass kein Standort in unmittelbarer Nachbarschaft der Wohnbevölkerung in Frage kommt. Gleichzeitig dankte Meder dem TV Vallendar für seine zugesagte Eigenleistung bei der Realisierung des Projektes. Gemeinsam mit der Stadt Vallendar wird nun bald mit der Umsetzung begonnen. Die SPD-Fraktion hofft, dass viele Vereine und die Bevölkerung das Angebot neben der schulsportlichen Nutzung annehmen.

Demografischer Wandel betrifft uns alle

Mit Judtih Harder von Harder Consulting&Solution hat sich die SPD Stadtrats- und Verbandsgemeinderatsfraktion sowie weiteren Funktionsträgern eine ausgewiesene Expertin zum Thema „Demografie“ zu Rate gezogen. Die Sozialdemokraten wollen sich intensiv mit dem Demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Kommune Vallendar auseinandersetzen. Eine Bestandsanalyse allein reicht nicht aus, um politisch auf die Auswirkungen der alternden Gesellschaft zu reagieren. Frau Harder informierte in einem „Workshop“ über mögliche Lösungsansätze für die politisch Handelnden sowie für Bürgerinnen und Bürger, wobei diese eine aktive Mitwirkung und Gleichberechtigung erhalten müssen. Wie machen wir unsere Gemeinde lebenswert? Wie erreicht man mehr Identifikation und Bindung an die Region? Dabei gilt es Kompetenzen und Potentiale der Bürgerinnen und Bürger zu nutzen, um gemeinsam für eine zukunftsfähige und lebenswerte Heimat zu sorgen.
Mit sehr informativen Denkanstößen verwies die Expertin auf Möglichkeiten und Chancen für die Verbandsgemeinde Vallendar.

SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat

Windkraft-Zulassung bei Flächennutzungsplanung abstimmen
Überregionale Abstimmung mit Nachbar-Kommunen gefordert

Die Energiewende wird propagiert, jedoch gestaltet sich die Umsetzung vor Ort manchmal schwierig. So waren jetzt die Mitglieder des VG-Rates Vallendar in der letzten Sitzung aufgefordert, den Teilplan Windenergie des Flächennutzungsplanes zu beraten. Denn mit der Ausweisung von Konzentrationsflächen im Flächennutzungsplan kann unerwünschter Wildwuchs der Windenergieanlagen (WEA), die sogenannte Verspargelung der Landschaft, verhindert werden.

Landesweit besteht die Verpflichtung, einen Mindestanteil im jeweiligen Flächennutzungsplan für die Nutzung der Windenergie auszuweisen, damit der allseits gewünschten Energiewende der entsprechende Raum zur Verfügung gestellt wird. Dies erläuterte Fraktionsvorstand Sascha Langenstein in der vorangegangenen Fraktionssitzung.

So sinnvoll die Installation von Wind-Energie-Anlagen anstelle von Atomkraftwerken ist, so behutsam möchte die SPD-Fraktion im VG-Rat jedoch auch mit unserer schönen Landschaft umgehen. Daher hatte sie in die aktuellen Beratungen ihren Antrag eingebracht, die Windenergieplanung mit den Nachbargemeinden abzustimmen. Damit verfolgt die SPD das Ziel, wie zum Beispiel in den Verbandsgemeinden Weißenthurm und Maifeld die Ausweisung von geeigneten Flächen gemeinsam zu realisieren. Vorausgegangen waren dazu Gespräche, die bereits im vergangenen Jahr mit Vertretern der SPD-Fraktionen von Bendorf sowie den Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, Montabaur und Wirges stattfanden. „Denn nur so werden wirtschaftlich sinnvolle Anlage ermöglicht. Dies soll die Verwaltung mit den benachbarten Verbandsgemeinden im Westerwald bis hin zum Köppel abstimmen“ begründete der Fraktionsvorsitzende Dr. Matthias Rest den Antrag.

Dem Antrag der SPD-Fraktion hat der Rat einstimmig zugestimmt. „So kann unsere schöne Landschaft mit ihrem Erholungspotential, die nicht nur traditionell am 1. Mai von vielen besucht wird, vor unwirtschaftlichen Anlagen geschützt werden, freute sich der stellv. Fraktionsvorsitzende Bernd Schemmer und dankte den übrigen Fraktionen für dieses einhellige Votum. Bürgermeister Fred Pretz sagte zu, dass die Verwaltung die Anregung zügig umsetzt, damit die Flächennutzungsplanung für Windenergie zügig vorangeht.

Sascha Langenstein (links) erläuterte den Fraktionskollegen im Vorfeld der Sitzung die planungsrechtlichen Vorgaben für den auf der Tagesordnung stehenden Teilplan Windenergie

Senioren besuchten Heidelberg

Am Samstag den 27. April besuchte eine große Gruppe Sympathisanten der Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD Vallendar, unterstützt durch „verdi“-Koblenz, die Universitätsstadt Heidelberg.
Trotz regnerischem Wetter waren fast alle gemeldeten Teilnehmer pünktlich an Bord und die Fahrt wurde in guter Stimmung angetreten werden. Ohne Störung erreichten wir zur vorgesehenen Zeit den Treffpunkt in Heidelberg, wo uns zwei charmante Stadtführerinnen erwarteten. In zwei Gruppen aufgeteilt begann die Führung auf dem Schlossberg, wo ab dem 13. Jh. eine der größten Schloss- und Festungsbauten Deutschlands errichtet wurde. Bauherren waren seinerzeit die Pfalzgrafen bei Rhein aus dem Hause Wittelsbacher und Heidelberg wurde damit Sitz der Verwaltung und das Herrschaftsgebiet wurde als Kurpfalz bezeichnet. Schon 1386 wurde die Universität Heidelberg gegründet und ist in Deutschland somit die älteste Universität.

Durch Heirat, Erbschaft oder Eroberungen wechselten die Besitzverhältnisse des Schlosses in den Jahren danach sehr oft und jeder neue Besitzer erweiterte die Anlage nach seinem Geschmack und in verschiedenen Stilrichtungen.
Unterschiedliche Herrscher bedeuteten auch unterschiedliche Religionen und so kam auch der Schwedische General Tilly als Heerfürer der Katholiken nach dem Sieg über den Protestanten Kurfürst Friedrich V. zur Besetzung und Macht in diesem Bezirk. Durch die Kriegseinwirkung wurde die Stadt schwer getroffen und die Bevölkerung litt große Not.
Aus Erbansprüchen des französische König Ludwig der XIV. aufgrund der Verwandtschaft zu Prinzessin Liselotte, bekannt als Liselotte von der Pfalz, begann ein erneuter Feldzug und Besetzung der Stadt durch französische Truppen mit zweimaliger Verwüstung. Nach Beendigung des „ Pfälzer Erbfolgekrieges“ 1697 baute man das zerstörte Heidelberg wieder auf. Das Schloss war aber nach der Zerstörung durch die Franzosen unbewohnbar und entsprach auch von der Lage nicht mehr den Vorstellungen und so entschloss der Kurfürst Karl III. Philipp, die Residenz nach Mannheim zu verlegen. Die Instandsetzung des Heidelberger Schlosses wurde daher eingestellt.
Heute sind die Ruinen und einzelne Gewölbe für Gäste wieder hergerichtet und erfreuen sich regem, internationalem Besucherandrang wobei hauptsächlich die prächtigen Fassaden und das „Große Fass“ Beachtung finden.
Im zweiten Weltkrieg wurde Heidelberg von alliierten Luftangriffen verschont, wohl im Hinblick auf die vorgesehene Einrichtung des amerikanischen Hauptquartiers in der schönen Stadt am Neckar. Nach Kriegsende waren zeitweise über 30 000 amerikanische Soldaten dort stationier und die höchsten militärischen Dienststellen angesiedelt. Die hohe Präsenz der Dienststellen endet nun im nächsten Jahr und somit auch eine weitere Epoche in der Stadtgeschichte.
Die Führung ging dann weiter durch die Altstadt mit ihren historischen Bauten und Fassaden, sowie den romantischen Lokalen und Studentenkneipen, wo Hunger und Durst nach der gekonnten und geistreichen Erklärungen der Stadtführerinnen gestillt wurden.
In zufriedener Stimmung fuhren wir wieder mit dem Bus nach Vallendar zurück. Trotz regnerischem Wetter war es für alle ein schöner, unterhaltsamer Tag.

60 plus – Senioren besuchten die Burg Thurant

Der Wettergott hatte ein Einsehen. Als die Besuchergruppe
der AG 60 plus der SPD Vallendar am Mittwoch den 29.März die
Burg Thurant zu sehen bekam, lockerte sich die Wolkendecke
und die Sonne kam zum Vorschein. So konnte die Burgruine intensiv
in Augenschein genommen werden.
Die Burg Thurant wurde Ende des 11.Jh. von einem Welfen, dem
Pfalzgrafen Heinrich I erbaut, der aber keine Nachkommen hatte.
Schon in den ersten 50 Jahren nach der Erbauung hatte die
Burg verschiedene Besitzer , auch Raubritter, bis die Erzbischöfe von
Trier und Köln die Anlage eroberten und dann die Burg mit
einer mächtigen Trennwand in zwei Hälften teilten, eine Kölner und
eine Trierer Seite, wobei jede Seite einen Wehrturm und einen eigenen
Zugang erhielte.
Ab dem 16. Jh. wurde die Burg, nachdem sie teilweise zerstört war,
als Steinbruch benutzt. Nur die beiden Türme und ein Nebengebäude
blieben erhalten.

Heute befindet sich die Burg in Besitz der Familien Wulf und Allmers, die
zusammen mit einem Verein die Burg erhalten.
Als besondere Sehenswürdigkeit gilt die Burgkapelle in der Trierer Burg
mit einem Barockaltar aus 1779 und einem Taufstein von 1515 sowie alten
Wand-und Deckenfresken.
In der Kölner Burg ist besonders das Wappenzimmer und das Jagdhaus
mit antiken Waffen und Rüstungen sowie der begehbare Wehrturm zu
erwähnen. Alles in Allem ist die Burganlage von der Besuchergruppe als
besonders eindrucksvoll und sehenswert bezeichnet worden, wobei natürlich
der weite Blick über das Moseltal nicht an letzter Stelle stand.
Zum Abschluss des Tages wurde in einer Weinstube in Alken in gemütlicher
Runde das Gesehene besprochen und die leiblichen Bedürfnisse gestillt,
währen draußen sich die Sonne wieder hinter Regenwolken zurückzog.

SPD Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) Vallendar

Veranstaltungshinweis:
Alle Generationen unter einem Dach

Die ASF-Vallendar lädt zur Besichtigung des Mehrgenerationenhauses in Koblenz ein. Die Führung durch das Wohnprojekt mit anschließender Diskussion findet am 25. April 2013 um 17.00 Uhr statt. In der ehemaligen Boelke Kaserne (Boelkestraße 25) im Koblenzer Rauental haben engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Wohnprojekt umgesetzt, das auf das Miteinander von Menschen baut. Junge Familien und ältere Menschen wohnen hier nicht nur nebeneinander her sondern achten bewusst aufeinander. Hilfe, Anerkennung und gegenseitiger Respekt sind Voraussetzung für ein funktionierendes Miteinander. Treffpunkt für eine Mitfahrgelegenheit ist um 16.15 Uhr am Parkplatz Willy-Brandt-Ufer in Vallendar. Ein Kostenbeitrag von 5 € wird erhoben. Nähere Informationen und Anmeldung bis 17. April bei Jutta Hofmann, Tel 0261/63256 oder 01726805026.

„Viel Wind in Vallendar“

Der Ortsverein der SPD-Vallendar lud am 26.02.2013 zu einer Veranstaltung in die Stadthalle Vallendar zum Thema –Erneuerbare Energien—mit dem Schwerpunkt Windkrafträder ein. Hochaktuell betreffend jeden Energieverbraucher, sprich Bürger.
In der gut besuchten Veranstaltung mit Anwesenden aus allen Ortsteilen der Verbandsgemeinde Vallendar referierte Prof. Dr. Kailen vom Ministerium der Wirtschaft, Mitglieder der Geschäftsführung und Projektleiter der Fa. Schütz aus Selters, ihres Zeichens Hersteller von Windräder sowie Verbandsbürgermeister Fred Pretz.

Prof. Dr. Kailen ging in seinem Vortrag auf die derzeitige Istsituation der Erneuerbaren-Energienutzungen der Verbandsgemeinde Vallendar ein. Diese sind aktuell 1,1 %, weitesgehend ausgehend von Fotovoltaikanlagen. Um die Nutzbarkeit der EEG ( Erneuerbaren Energien ) weiter zu maximieren ist die Windkraft unter anderem in unseren Regionen ein aktuelles Thema, siehe Hunsrück, Westerwald.
Verbandsbürgermeister Fred Pretz erörtete in seinem Vortrag Überlegungen von Standorten von Windparks in Gemarkungen der Verbandsgemeinde. Diese wären der Bereich Schauinsland in Richtung Höhr-Grenzhausen, sowie die Pedelachse in Richtung Hillscheid. Nach Berechnungen von Prof. Dr. Kailen würden zwei Windkraftparks mit jeweils 5 Windräder, Vallendar zu 100% mit Strom versorgen können. Sollten in gewissen Zeitschienen Windengpässe auftreten, so würde durch Blockheizwerke dieses kompensiert.
Voraussetzung für ein Aufstellungsprocedere der Windkräfträder ist unter anderem ein fundierterFlächennutzungsplan mittragend durch ein Solidarpakt der ansässigen Ortsgemeinden. Damit verhindert man die willkürlicheNutzung von privaten Investoren, siehe Verspargelung der Landschaft, so Verbandsbürgermeister Fred Pretz.
Zum technischen Equipement der Windräder gab der Projektleiter der Fa. Schütz den interessierten Teilnehmer einen umfangreichen Einblick.
Windräder aus der aktuellen Entwicklungsgeneration haben eine Höhe von bis zu 100 Meter, weitere Möglichkeiten bis 150-160 Meter sind realisierbar. Die derzeitigen Leistungsprofile haben eine Umdrehungsklapazität von 10-11 Meter pro Sekunde. Bei darüber hinausgehenden Geschwindigkeiten gibt es einen automatischen Abriegelungsmodus. Bis zum Aufstellungen solcher Anlagen mit rechtlichen Problemstellungen, Naturschutz etc.ist mit einem Zeitraum bis zu 2 Jahren zu rechnen so der Projektleiter. Nach diesen ausführlichen Informationen der teilnehmenden Referenten gab es auch die Möglichkeit für die Teilnehmer ausführlich über das Vorgetragene zu diskutieren. Moderiert durch den Landtagsabgeordneten Dieter Klöckner wurden an diesem Abend einige Bereiche der EEG transparent und gekonnt den Bürger übermittelt. Eine rundum gelungene Veranstaltung des SPD Ortsvereins Vallendar welche den Bürger wichtige Informationen der zukünftigen Energie übermittelte.

Verfasser: Lothar Janzen
Foto: Ulrich von Hammé