100 Jahre Frauenwahlrecht!Aus diesem Anlass besuchten die AsF- Frauen eine Veranstaltung der VHS- Koblenz mit Kabarett und Lesung zu Hedwig Dohm (1831- 1919), Schriftstellerin und Pionierin der frühen Frauenrechtsbewegung in Deutschland. Sie forderte die völlige Gleichberechtigung von Frauen und Männern- sozial, rechtlich und ökonomisch- und bereits 1873 als eine der ersten das Stimmrecht für Frauen in Deutschland ein.

„Ab auf die Insel“… könnte man das Treffen am Dienstag, den 19. Februar überschreiben. Auch wenn es im Evangelischen Gemeindezentrum auf dem Mallendarer Berg stattfand. Aber die Zielrichtung war klar: Mit einer Spende von 300 € unterstützt die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF)

AsF Infoabend – AntidiskriminierungsgesetzZu dem aktuellen Thema „Antidiskriminierungsgesetz“ sprach Rechtsanwalt Dieter Hildebrandt auf einem Informationsabend der „Frauen in der SPD (AsF)“.Die Normen des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes innerhalb des AGG“ wurden 2006 festgelegt.

Stadtführung „Frauenblicke“

Andernach von seiner weiblichen Seite entdecken

Am Donnerstag, den 8. Juni 2017 nahm die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen an einer besonderen Stadtführung „Frauenblicke“ in Andernach teil. Um 16.30 Uhr wurden die Teilnehmerinnen von der Stadtführerin Ellen Graf mit einem Glas Sekt in der Touristikinformation in Andernach begrüßt. Bei dieser Themenstadtführung lernten die Teilnehmerinnen Andernach von seiner weiblichen Seite kennen. Frau Graf führte die Frauen zuerst zum runden Turm. Das Wahrzeichen der Stadt wurde 1440-1453 erbaut und hat eine Höhe von 56 Metern. In diesem Turm wurde 1523 eine angebliche Hexe Grete Kraft gefan-

gengehalten, verhört und sicherlich auch gefoltert und ist nach 76 Tagen dann verstorben.

Weiter geht es zum Mariendom auch Liebfrauenkirche genannt. Die spätromanische Kirche wurde in den Jahren bis 1220 vom Trierer Erzbischof Johann I. erbaut. Er war damals der geistliche Herr in Andernach, während dem Erzbischof von Köln die weltliche Herrschaft oblag.

Die Gruppe bewunderte u.a. das Bildnis “ Die Krönung Mariens“ über dem Altar, das Ungarn-

kreuz, gespendet von Pilgern Österreich -Ungarn, den Taufstein, den Alabasteraltar, das sog. „Zehresgräbchen“ und den wunderbaren Bronzekronleuchter, gespendet von Nachfahren

des japanischen Professors Nagayoshi Nagai und Therese Schumacher zum 100 jährigen Bestehen der Eheschließung. Dieser heiratete die aus einer wohlhabenden Andernacher Familie stammende Therese Schumacher 1886. Sie zog mit Nagai nach Japan und erhielt dort an der 1901 von Nagai gegründeten ersten japanischen Frauenuniversität eine Professur für deutsche Sprache.

Ausser Therese gab es noch einige Frauen, die im Laufe der Geschichte die Geschicke Andernachs mitbestimmten. Zu nennen sind die Beginen, die sich mit Handarbeiten ihr eigenes Geld verdienten. Dad ewige Fräulein Maria Magdalena Henriette Thekla von Düsseldorf, die einen Teil ihres Vermögens nach ihrem Tod 1916 der Stiftung St. Nikolaus-

Stiftshospital Andernach vermachte. Im 12. Jahrhundert machte sich die Annuntiaten- Äbtissin Texwindis im Kloster vor den Toren der Stadt dafür stark, dass auch mittellose Frauen Nonne werden durften.

Frau Graf führte nun die Gruppe an den Bäckerjungenbrunnen mit Fränzje und Döres und natürlich durfte die Bäckerjungensage nicht fehlen.

Im historischen Rathaus (1561-1574) wurde Gelegenheit gegeben, die unter dem heutigen Sitzungssaal befindliche noch erhaltene mittelalterliche Mikwe, ein jüdisches Kultbad zu besichtigen. Es ist ein rituelles Tauchbad und muss aus lebendigem Wasser bestehen. Der Wasserspiegel steigt und fällt auch heute noch mit dem Rheinpegel. Als die Pest ausbrach wurden alle Juden vertrieben.

Zum Abschluss durften die Frauen auch noch einen Blick auf und in das älteste Kaufhaus der Stadt werfen.

Nach diesen schönen, interessanten Eindrücken liessen die Teilnehmerinnen den Abend im wunderschönen Garten im Weinhaus Merowinger Hof ausklingen. Nach einem guten Essen bei lebhaften Gesprächen fuhren alle wieder zurück nach Vallendar.

Juni 2017, Jutta Hofmann AsF-Vorsitzende

Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März hatten auch die Frauen der AsF eine Aktion vorbereitet. Am Samstagvormittag verteilten sie Rosen an Frauen jeden Alters. Dabei entstanden interessante Gespräche und kleine Diskussionen über die Frauenrechte, Gleichberechtigung und Anerkennung der Frauen in der Vergangenheit und heute. Die Aktion kam bei allen Beteiligten sehr gut an und bereitete viel Freude. Erstaunlich war, dass viele Frauen nicht wussten, dass ein solcher Tag überhaupt besteht. Fazit: Der Frauentag ist wichtig und leider immer noch notwendig!

Jutta Hofmann

AsF-Vorsitzende

Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen der VG Vallendar nahm am Freitag, den 9. September um 21Uhr an der Mundartnachtführung mit Manfred Gniffke teil.

Es war für alle ein Erlebnis die in Mundart einmalig vorgetragenen “ Kowelenzer Stekkelcher“ von Herrn Gniffke zu hören. Viele Lachtränen sind an diesem Abend geflossen. Die Führung begann an der Florinskirche, wo natürlich der Augenroller im ehemaligen alten Kaufhaus bewundert wurde, selbstverständlich mit der passenden Geschichte dazu. Zur Stärkung bekamen die Teilnehmer zuerst einmal ein Schnäpschen, und der begleitende Trompeter Karl-Heinz aus Pfaffendorf stimmte die Gruppe gleich auf die Führung musikalisch ein. Unter dem Gewölbe der Kirche erfuhren die Teilnehmer dann schon manches Anekdötchen über die Kirche und die Stadt. Weiter ging es zum Weinhaus Hubertus mit dem besonderen rheinischen Fachwerk, dann in die Gemüssegasse und Mehlgasse, zu dem in Stein gehauenen Original Peter Schneider alias Gummi!

Dann durfte die Gruppe zum Kloster der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf. Der Gründer des Ordens war Peter Friedhofen, der 1985 selig gesprochen wurde. Das Kloster und die Kapelle wurde erst kürzlich von den Brüdern renoviert. Ein kleines verstecktes Schmuckstück in Koblenz, wo man ansonsten nicht hinkommt.
Besonders beeindruckend war der Abschluss in der geheimnisvoll beleuchtenden Liebfrauenkirche, liebevoll “ die Oberpfarrkirch“ genannt. Vorher wurde noch ein leckerer Winzersekt gereicht. Die Gruppe betrat die dunkle Kirche und während  diese ganz langsam in einem schönen Licht angestrahlt wurde, spielte der Trompeter ganz piano ein Abendlied.

Das war das Highlight des Abends! Wunderschön! Aber die Hauptperson an diesem Abend war Manfred Gniffke. Er ist wirklich ein lebendes Original von Koblenz. Man könnte stundenlang seinen herrlich vorgetragenen Geschichtchen zuhören. Vor dem „Alt Koblenz“ verabschiedete er sich von den Teilnehmern. Der Trompeter spielte zum letztenmal „Lilli Marlen“. Bei einer hausgemachten Kartoffelsuppe ließen alle den Abend gemütlich ausklingen.

Jeder war sich einig, viel Neues gesehen und gehört und vor allem viel gelacht zu haben über die Geschichten von Manfred Gniffke.

Jutta Hofmann
AsF Vallendar

AsF – Filmabend im Bürgerbüro

Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen der Verbandsgemeinde Vallendar traf sich mit einigen Frauen der türkischen Gemeinde Bendorf-Mülhofen im Bürgerbüro Vallendar zu einem gemütlichen Filmabend. Bei Apfelschorle, Popkorn, Gummibärchen und Knabbersachen wurde zusammen ein Film angeschaut und anschließend wurden wieder einmal interessante Gespräche geführt. Diesen gemeinsamen Austausch möchten alle gerne beibehalten. Es hat sich über die Jahre eine gewisse Freundschaft entwickelt, auch wenn man sich nicht immer dauernd trifft. Es wurde angeregt, im nächsten Jahr noch mal einen gemeinsamen Kochabend zu arrangieren.

Literarische Weinprobe der AsF Vallendar

Weinprobe

Foto von li.n.re.: AsF-Vorsitzende Jutta Hofmann bedankte sich bei den beiden Referentinnen Dr. Christa Weichert und Sigrid Lemle-Westermeier für den gelungenen Abend

Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen der Verbandsgemeinde Vallendar veranstaltete in der Arbeiterwohlfahrt in Vallendar eine literarische Weinprobe. Vor einem bis auf den letzten Platz besetzten Publikum machten die beiden Referentinnen Frau Dr. Christa Weichert und Frau Sigrid Lemke-Westermeier den Abend zu einem Erlebnis. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Jutta Hofmann überzeugte und beeindruckte Frau Weichert die Gäste mit ihrem  großen Wissen über die Vallendarer Weine und dem Weinbau. Frau Sigrid Lemke-Westermeier überraschte alle mit ihren wunderbar selbst verfassten Gedichten.

Die Weinprobe wurde mit einer Runde Winzersekt „Champagner made in Vallendar“ eröffnet. Es folgten ein Spätburgunder in weiß „Blanc de Noir“, ein Riesling, ein Chardonnay, ein Spätburgunder und zum krönenden Abschluss ein Weinbergpfirsichlikör, alle, ausser dem Rotwein, aus Vallendar. Die Gäste durften mit Frau Weichert den Wein riechen, schmecken und erleben. Sie erfuhren,  dass die erste urkundliche Erwähnung des Weinbaus in Vallendar aus dem Jahre 1052 stammt, als Kaiser Heinrich lll. einem Goslaer Stift den „Vallendarer Königshof“ samt Weinbergbesitz vermachte. Nach dem 1. Weltkrieg entstand eine Rebenveredelungsanlage, 1954 wurden Wingerte des Gut Besselich angepachtet, auch Mallendar und Sonnenhang Herrengarten in Vallendar kamen dazu. Ende der 60 Jahre ließ jedoch der Bedarf an veredelten Reben mehr und mehr nach.  Die Vallendarer Rebschule verblieb als letzte staatliche Einrichtung dieser Art in der Region bis auch sie 1971 aufgelöst wurde. 1983 ging das Gelände als Ausgleich für Weinbergsverluste durch den Bau der B 42 in den Besitz des Weingutes Zwick in Hammerstein über.

1984 wurde der Weinbau Ortsausgang Vallendar  Richtung Bendorf an der B 42 entlang bis hoch zur Autobahn durch das Weingut wieder ins Leben gerufen und über die Jahre immer weiter vergrößert und ausgedehnt. In der Ebene wachsen Riesling, Chardonnay, Rivaner und Spätburgunder. Ausserdem die Würzertrauben für den Winzersekt „Vallendarer Königshof“. 2012 wurden Querterrassen mit einer modernen Tröpfchenbewässerung neu angelegt. Auch die Weinbergpfirsichbäume für den Pfirsichlikör wurden hinter der alten Rebschule neu angepflanzt. Der Riesling ist die vorherrschende Rebe am Rhein. Sie kann gut Trockenheit vertragen. Der Jahrgang 2014 hatte durch die Nässe im September viel Fäulnis . Dadurch musste früher geerntet und auch vieles vernichtet werden. Den Chardonnay gibt es seit 1991 in Deutschland und ist eine empfindliche Rebsorte. Auch Fragen zur Reblaus und Veredelung der Weinstöcke wurden von Frau Weichert beantwortet.

Zwischen den einzelnen Proben wurde von Frau Weichert  immer wieder der Bogen zu Frau Lemke-Westermeier gespannt. Diese brachte gekonnt und poetisch, auf die einzelnen Weine abgestimmt, mit Ihren Gedichten die Gäste zum Schmunzeln und Nachdenken über Träume zum Sekt, Träume von Norden nach Süden, sowie Gedanken zum Herbst und über die Frauen und Liebe und zum Schluß über das ganze Universum. Das Publikum war begeistert und belohnte beide mit einem großen Applaus.

Jutta Hofmann bedankte sich bei den Damen mit einem Blumenstrauß für diesen schönen gelungenen, interessanten Abend.

Am Samstag, den 28. Juni 2014 fuhren 8 Teilnehmerinnen  des Arbeitskreises sozialdemokratischer Frauen der Verbandsgemeinde Vallendar nach Bonn zur Besichtigung des Frauenmuseums. Um 14 Uhr wurde die Gruppe dort von Frau Dr. Roschan-Samir empfangen.Mit ihr hatten wir eine exzellente, begeisternde Begleiterin durch die sich über drei Etagen befindliche Ausstellung „Single Moms“. Das Ausstellungsprojekt „Alleinerziehende Frauen“ zeigte uns drei große Teile: Die Geschichte und Gegenwart der Alleinerziehenden, die internationale Situation und die Umsetzung des Themas in der Kunst. Frau Dr. Roschan-Samir verweist in dem historischen Teil auf die Stellung alleinerziehender Frauen. Durch Kriege und Naturkatastrophen verloren sie ihren Mann oder mussten als uneheliche Mütter ihre Kinder alleine großziehen und waren dadurch harter Bestrafung oder Vormundschaft ausgesetzt. Die staatliche Vormundschaft wurde z.B. erst 1970 aufgehoben. Heute ist zwar formal die rechtliche Gleichstellung erreicht, doch noch immer gibt es keine Chancengleichheit. Halber Lohn und doppelte Verantwortung kennzeichnen den Alltag vieler Alleinerziehenden. 39 Prozent der Alleinerziehenden beziehen staatliche Grundsicherung. Jedes 2. Kind im Hartz IV-Bezug wächst in einer „Ein-Eltern-Familie“ auf.

Die Ausstellung richtet den Blick auch auf die Situation in anderen Ländern. Während etwa in der DDR alleinerziehende Mütter in die Gesellschaft integriert gewesen waren, durfte dagegen in Irland in den 1960 Jahren nicht öffentlich über die Situation lediger Mütter diskutiert werden. Das Spektrum über die Kontinente reicht vom ersten Frauendorf in Afrika, über Flüchtlingsmütter aus Jordanien bis zum „Single Mother’s Day“ in Korea sowie spezielle Arbeitsplätze für „madres solteras“ in Lateinamerika und der US-amerik. Lobby-Verband „Single Mothersby Choice“ , der alleinstehende Frauen mit Kinderwunsch berät.Im Kunstteil präsentieren mehr als 40 Künstlerinnen ihre unterschiedlichen Auffassungen über dieses Thema. Gegründet wurde das erste Frauenmuseum der Welt 1981 von der heutigen Direktorin Marianne Pitzen und einer Gruppe interdisziplinär arbeitender Frauen. Heute ist das Frauenmuseum Bonn Sitz des 2012 gegründeten Verbandes International Assoziation of Women’s Museums.Es kann auf über 500 Ausstellungen zurückschauen und es wurden seit Bestehen Arbeiten von 2500 Künstlerinnen gezeigt.Nach über zwei Stunden hatten die Teilnehmerinnen so viel Spannendes und Interessantes gehört und gesehen, dass sie gerne das Angebot von selbstgebackenem Kuchen und Kaffee im Museumscafe annahmen. Ein großes Dankeschön wurde Frau Dr. Roschan-Samir für diese tolle Führung ausgesprochen. Aber es wurde auch kritisch festgestellt,  dass für Alleinerziehende trotz der formellen Gleichstellung in Deutschland noch viel geschehen muss Lebenssituation, Unterhaltsrecht sowie Steuer- und  Sozialrecht müssen für die Frauen noch viel gerechter und lebenswerter werden.Nach der Stärkung im Cafe durfte die Gruppe mit dem Künstler Curt Delander noch eine kleine Führung durch die Hauskapelle der Hl. Gertrudis im Frauenmuseum machen. Die Fundstücke hat der Künstler über viele Jahre zusammengetragen und am 16 . März 2013 wurde die Kapelle eingesegnet. Die Ausstellungsstücke erinnern an die hl. Gertrud und die historische Altstadt Bonn. Die Teilnehmerinnen waren begeistert von dem interessanten Nachmittag. Gegen 17 Uhr fuhren alle wieder zurück nach Vallendar und waren sich einig,  das Frauenmuseum und seine Ausstellung weiter zu empfehlen.