Sehr geehrter Herr Bürgermeister Pretz,

hier: Bereitstellung von 50.000 EURO für Ankauf von Grundstücken an Bachläufen

Die SPD-Fraktion im VGR beantragt die Einstellung von 50.000 € für den Ankauf von Grundstücken an Bachläufen.

Begründung:

Die Verbandsgemeinde ist ausgezeichnet durch schöne Täler mit vielen Bachläufen. Sie ist originär zuständig für die Erstellung von Gewässerpflegeplänen und die Unterhaltung der Gewässer. Die Umsetzung der Gewässerpflegepläne scheitert jedoch regelmäßig daran, dass die Ufergrundstücke in Privatbesitz oder im Besitz von Stadt oder Ortsgemeinden sind. Die Folgen sind überall sichtbar: verwilderte Täler, erodierende Bachläufe.

Träger der Gewässerpflegeplanungen sind für die Gewässer III. Ordnung die Verbandsgemeinden. Die Aufstellung der Pläne erfolgt in Abstimmung mit den Wasser- und Landespflegebehörden.

Eine wesentliche Forderung in den Gewässerpflegeplanungen ist die Ausweisung möglichst breiter, ungenutzter Uferrandstreifen. Hierdurch können zahlreiche ökologische und wasserwirtschaftliche Ziele in einfacher Form verwirklicht werden. Eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Anlage solcher ungenutzter Uferrandstreifen sowie für die Umsetzung weiterer naturnaher Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen am Gewässer ist der Erwerb der dafür erforderlichen Uferflächen durch die Gewässerunterhaltspflichtigen. Möglichkeiten zum Erwerb von benötigten Uferflächen bestehen im direkten Landerwerb oder Landtausch, der freiwillig oder über ein Flurbereinigungsverfahren erfolgen kann. Hierfür können unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der Aktion Blau Fördermittel des Landes bewilligt werden. Als Alternative zum Landerwerb bietet sich die Eintragung einer Grunddienstbarkeit an, d.h. dass Entwicklung und Erhalt eines Uferrandstreifens durch entsprechende Festschreibung im Grundbuch dauerhaft gesichert werden. Ggf. wäre auch zu prüfen, ob Fördermittel aus den Programmen zur Förderung einer umweltverträglichen Landwirtschaft (EULLa, PAULa, FUL) herangezogen werden können. Ein eigenes Uferrandstreifenprogramm gibt es in Rheinland-Pfalz leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Matthias Rest

Fraktionsvorsitzender

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geehrte Beigeordnete Frau Bohlender und Herr  Münz, geehrter Stadtbürgermeister Jung und geehrte Ortsbürgermeister Frau Karin Küsel-Ferber, und Herr Jochen Währ, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung, geehrte Ratskolleginnen und Ratskollegen, werte Vertreter der Presse.

 

Der von der Verwaltung vorgelegte Haushaltsentwurf ist solide und sparsam angelegt. Für dieses Ergebnis möchte ich im Namen der SPD-Fraktion der Verwaltung ein uneingeschränktes Lob aussprechen. Nachdrücklich und immer wieder zu betonen ist: Rechnet man alles zusammen, was eine Verwaltung benötigt, um ihre Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, summieren sich Personal- und Sachkosten auf knapp 75% des Haushaltes. – Zum weitaus größten Teil entstehen diese Kosten aus den Dienstleistungen, die die Verbandsgemeindeverwaltung für Stadt und unsere Ortsgemeinden zu erbringen hat. Diese „Verwaltungsgemeinschaft“ ist – realistisch und emotionslos gesehen – eine ganz erhebliche Kostenersparnis. Nutznießer dieser „Verwaltungsgemeinschaft“ sind insbes. Stadt und Ortsgemeinden. – Kurze Zwischenbemerkung zu den Ausführungen von M. Helbach zu den Ansätzen Wirtschaftsförderung und Tourismus; hierfür sind  im Haushalt gesamt ca. 100.000€ angesetzt; Toll meint man; nur schaut man genauer hin, so sieht man, dass es sich um Personalkosten für Maßnahmen allein der Stadt Vallendar handelt; auch das ist ein Beispiel für Dienstleistungen.

 

Eine Haushaltsrede ist vor allem Gelegenheit zum Ausblick. Ich werde mich möglichst kurz fassen, werde nur die großen laufenden sowie anstehenden Aufgaben und Vorhaben im VGR kurz umreißen und beschränke mich bewusst auf das, was aus Sicht der SPD-Fraktion für die Zukunftsfähigkeit unserer Verbandsgemeinde wichtig und richtungsweisend erscheint.

 

Ein zentrales Thema sind Maßnahmen zur Reduzierung der Folgen aus dem Klimawandel. Seit über 10 Jahren war die Teilfortschreibung Windenergie im Flächennutzungsplan zentrales Thema mit der Frage, wo können im Bereich der Verbandsgemeinde ggf. Konzentrationsflächen für die Nutzung der Windenergie ausgewiesen werden? Aufgrund veränderter Rahmenbedingungen aus Mainz können solche Überlegungen jetzt ad acta gelegt werden.

 

Die Einsparung von Energie ist der vordringliche + effektivste Weg zum Klimaschutz. Im Zentrum unserer Überlegungen stehen hierbei energetische Sanierungsmaßnahmen an den öffentlichen Gebäuden innerhalb der Verbandsgemeinde. Zur Begleitung, Umsetzung, Erfolgskontrolle usw. aller energetischen Sanierungsmaßnahmen wurde ein „Klimaschutzmanager“ eingestellt. Wir danken Herrn Leßlich für die schon geleistete, sachgerechte  Arbeit und freuen uns auf die vor uns liegenden Projekte, die wir gemeinsam mit ihm angehen. – Alle vom VGR in Zusammenwirken mit Stadt und Ortsgemeinden vorgesehenen energetischen Sanierungsmaßnahmen haben Vorbildfunktion. Angeregt werden soll, dass gerade auch im privaten Bereich unter Nutzung der großen Fördermöglichkeiten energetische Maßnahmen ergriffen werden, um Energie zur Reduzierung der CO2-Emissionen einzusparen.

 

 

Integrative RealschulePlus:

Die Integrative RealschulePlus auf dem Mallendarer Berg steht nicht nur bei den energetischen Sanierungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Auch viele weitere Maßnahmen wie Brandschutz, Alarmierungssystem usw. wurden in den letzten Jahren umgesetzt. Aktuell stehen Sanierung und Umbau der naturwissenschaftlichen Räume an. Wir unterstützen diese sinnvollen Maßnahmen für die Schule vorbehaltlos.

 

Die Schule floriert. Bei Einrichtung der Regionalen Schule 1993 waren es 290 Schüler, jetzt besuchen rund 450 Schüler die nunmehr zur RealschulePlus avancierte Schule. Ein Großteil der Schüler kommt aus den Nachbarkreisen bzw. der Stadt Koblenz.Wir hoffen, dass ein künftiger Schulentwicklungsplan des Kreises diese Tatsache berücksichtigt.

 

Die vielen zusätzlichen Angebote und Veranstaltungen der Schule haben sicherlich zu der Attraktivitätssteigerung der Schule beigetragen. Wiederholt wurde die Schule ausgezeichnet, zuletzt hat ein Schülerteam den Gesamtsieg beim Roboter-Wettbewerb errungen. Für dieses Engagement ist der Schulleitung und dem Kollegium ein ganz besonderer Dank auszusprechen.

 

Einerseits sind wir stolz, eine solche Schule mit einer so großen Anziehungskraft vor Ort zu haben. Es gibt aber auch ein Andererseits: Die Schule befindet sich in Trägerschaft der VG, d.h. wir kommen für die Unterhaltung, Sanierung usw. auf, das sind jährliche Kosten von über 750.000 EURO, die von der VG und letztlich über die VG-Umlage aufzubringen sind. Dabei entfallen ca. 20 Prozent der Kosten auf die Schulturnhalle, die neben der Schule von vielen Vereinen fast rund um die Uhr genutzt wird.

 

Unser Ziel war und ist die Aufwertung unserer Schule zu einer „IGS-Rechte-Rheinseite“. Wir geben die Hoffnung nicht auf, vielleicht können wir Koblenz doch noch für dieses Ziel als Bündnispartner in beider Interesse gewinnen. Alternativ wäre die Abgabe der Trägerschaft an den Kreis. Bis zu einer Entscheidung sollten wir uns jedenfalls in Beschränkung üben, also nur so viele Schüler aufnehmen, wie die Schule verkraften kann. Nur so können wir auch weiterhin eine attraktive und vorbildhafte Schule für Mädchen und Jungen in der VG Vall. anbieten. Den Zuschuss an die Marienschule tragen wir auch weiter zur Sicherung der Vielfalt unseres Bildungsstandortes mit.

 

 

Jugend / Jugendtreff

Anfang Mai 2015 konnte das „Jugendbüro & Jugendtreff“ am neuen Standort in Vallendar eröffnet werden; nach allen bisherigen Erfahrungen wird der Jugendtreff  in der Hellenstraße gut angenommen.  Der Zentrale Jugendtreff und der dezentrale in Urbar werden von Haus Wasserburg professionell betreut, wobei die Personalkosten die VG trägt. – Heute Abend wurde uns das neue Team des Jugendtreffs vorgestellt. Für die langjährige, ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Haus Wasserburg können wir nur dankbar sein. –

Offene Jugendarbeit ist ein schwieriges Feld, verpflichtet uns zur Beobachtung und zur Diskussion, ob und wie wir unser Angebot verbessern können oder müssen.

Wünschenswert sind zugleich – neben dem zentralen Jugendtreff – auch dezentrale Räumlichkeiten für die Jugendlichen in der VG, wie auch schon 1997, als die Beschaffung von Räumlichkeiten für einen Jugendtreff diskutiert wurde, als Ziel im Rat genannt wurde. In der Ortsgemeinde Urbar konnte dieses Ziel mit Unterstützung der Ortsgemeinde oberhalb des Gemeindebüros umgesetzt werden. Weitere Angebote in Niederwerth oder Weitersburg in Trägerschaft der Verbandsgemeinde halten wir für denkbar, sofern sich ein Bedarf abzeichnet. Die von der CDU beantragte Streichung des Zuschusses für den ebenfalls stark frequentierten JuTU  =JugendTreff Urbar halten wir insoweit für kontraproduktiv und einen Rückschritt.

 

 

Seniorenbeirat auf VG-Ebene

Die andere gesellschaftliche Aufgabe wird kurz mit demographischem Wandel umschrieben, gemeint ist das Älterwerden unserer Gesellschaft, welches in der VG Vall. besonders ausgeprägt ist. Und auch dieser Generation schenkt die SPD Fraktion ihr Augenmerk.

In der Stadt Vallendar besteht schon seit Jahren ein aktiver und engagierter städtischer Seniorenbeirat. Unbefriedigend war, dass die Ortsgemeinden Niederwerth, Urbar und Weitersburg bislang nicht durch einen Seniorenbeirat vertreten waren. Im Herbst dieses Jahres erfolgten – man muss sagen – endlich die Wahlen zu einem Seniorenbeirat auf VG-Ebene; damit ist eine Organisationsform geschaffen, die Ansprechpartner für alle älteren Mitbürger der VG sein wird. Auch dieser Schritt ist als Zeichen für ein stärkeres Zusammenwachsen in der VG zu werten.

 

 

Flächennutzungsplan

Aktuell und voraussichtlich noch für längere Zeit steht die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes auf der Tagesordnung der VG. Gesammelt werden zur Zeit die Wünsche von Stadt + Ortsgemeinden, wo sind noch Erweiterungsmöglichkeiten möglich und sinnvoll – und diese sind abzuwägen mit den landespolitischen Zielvorgaben beschränkter Erweiterung der Baulandflächen. Wir sind sicher, dass es um einzelne Vorstellungen noch harte Diskussionen in der Öffentlichkeit geben wird.

 

Der Gesetzgeber verlangt, dass Eingriffe in Natur und Landschaft durch Bebauungspläne oder Straßenbaumaßnahmen usw. durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. So finden sich in allen Bebauungsplänen auch Festsetzungen über Ausgleichsflächen. Problem ist allerdings, dass eine Übersicht über die festgesetzten Ausgleichsflächen und ein Überblick über die Umsetzung fehlen. Wir begrüßen es, dass der Rat unserem Antrag auf Erstellung eines Ausgleichsflächenkatasters folgt und im HH die hierfür notwendigen Mittel eingestellt sind.

 

 

Gewässerpflegemaßnahmen

Unseren Antrag zu Gewässerpflegemaßnahmen im Bereich des Wambachs vom Dez. letzten Jahres hatten wir aus dem Bewusstsein heraus gestellt, dass hier dringend etwas geschehen müsse. Die verheerenden Unwetter Ende Juni dieses Jahres mit ihren immensen Schäden haben diese Einschätzung bekräftigt. Wir begrüßen, dass im Haushaltsplan-Entwurf 2017 Planungskosten in Höhe von 50.000 EURO für Gewässerschutz Wambach und Mallendarer Bach vorgesehen sind. Ergänzend zu  unserem Antrag vom Dez. 2015 haben wir für den Bereich Wambach noch einige Anregungen zusammen gestellt, die aus unserer Sicht bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden sollten.

 

Die Verbandsgemeinde ist originär zuständig für die Erstellung von Gewässerpflegeplänen und die Unterhaltung der Gewässer 3. Ordnung. Die Umsetzung der Gewässerpflegepläne scheitert jedoch regelmäßig daran, dass die Ufergrundstücke in Privatbesitz oder im Besitz von Stadt oder Ortsgemeinden sind. Die Folgen sind überall sichtbar: verwilderte Täler, erodierende Bachläufe. Wir beantragen deshalb die Einstellung von 50.000€ für den Erwerb von Ufergrundstücken an Bachläufen dort, wo dies für die Umsetzung von Gewässerpflegemaßnahmen erforderlich scheint. Nähere Begründung enthält unser Antrag.

 

Die Zeit reicht nicht, um zu allen Komplexen der Verbandsgemeinde, wie auch das großartige Angebot von Sporteinrichtungen und insbesondere unser weit über die Gemeindegrenzen hinaus beliebtes Freibad im Detail einzugehen; unser Antrag auf Einstellung von 20.000€ im HH für Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Sanitäranlagen des Freibades hat sich ja nach den Ausführungen der Verwaltung erledigt.

 

 

Verbandsgemeinde / Interkommunale Zusammenarbeit

Ein Beispiel für die vorbildliche Zusammenarbeit innerhalb der VG ist unsere Freiwillige Feuerwehr mit ihren vier Löschzügen in der Stadt und den Ortsgemeinden. Man kann nur danken für das Engagement, Können und Wissen der Feuerwehrkameraden. Kaum jemandem ist klar, wie viele Übungen, Fortbildungsveranstaltungen und letztlich auch Einsätze von unserer Wehr jährlich wahrgenommen werden. Und all dies geschieht zu unserer Sicherheit und ehrenamtlich! – Wir unterstützen daher vorbehaltlos die im Haushalt vorgesehene zeit- und sachgerechte Ausstattung unserer Feuerwehr. Die immer ausgereiftere, zunehmend komplizierte Technik von Fahrzeugen + Spezialgeräten, die fachgerecht zu bedienen und zu unterhalten sind, sollten für uns Anlass sein, gemeinsam mit der Feuerwehr zu überlegen, wie die technische Unterstützung unserer Feuerwehr verbessert und damit für die Freiwilligen erleichtert werden könnte.

 

Ein zentraler Punkt jeder Haushaltsrede ist die Interkommunale Zusammenarbeit. Interkommunale Zusammenarbeit beginnt aber schon innerhalb der Verbandsgemeinde und da glaube ich, gibt es noch viel Luft für mehr Kooperation. Auf die brach liegende Aufgabe Tourismus habe ich schon wiederholt hingewiesen. Und brauchen wir wirklich vier Bauhöfe in der Verbandsgemeinde? Ließen sich da nicht erhebliche Kosten einsparen? Die Anschaffung des Aufsichtsrasenmähers für das Freibad Anfang 2016 hat sich innerhalb eines Jahres amortisiert – Und können die Kitas und Grundschulen nicht in einem Pool und damit flexibler verwaltet werden? Die Beispiele ließen sich problemlos fortsetzen. Ich bin überzeugt, mehr Kooperation würde jedenfalls in erheblichem Umfange den oft doppelten oder mehrfachen Verwaltungsaufwand vermeiden helfen und gleichzeitig den Finanzmittelbedarf bei Stadt, Ortsgemeinden und VG mindern. Kein Zacken würde aus irgendeiner Krone fallen.

 

Über unsere freiwilligen Zuwendungen an verschiedene Organisationen sowie die von den Fraktionen eingebrachten Anträge werden wir im Anschluss beraten + abstimmen.

 

Abschließend möchte ich mit einem Dank. Im Namen der gesamten SPD-Fraktion bedanke ich mich bei unserem Bürgermeister Fred Pretz, seinen Beigeordneten und bei der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr. Wir wissen, unter welchem außerordentlichen Belastungsdruck die Verwaltung steht und welche gewaltigen Anforderungen sie gegenwärtig und schon seit Jahren zu bewältigen hat, Kongresshalle + Hotel sowie die Meisterung der Flüchtlingszuwanderung seien als aktuelle Stichworte genannt.

Danken möchte ich auch allen, die sich in unserer VG ehrenamtlich einsetzen, sei es bei der Feuerwehr, bei der Offenen Jugendarbeit oder für Senioren, im sozialen oder kirchlichen Bereich, in der Hilfe für Flüchtlinge oder in den bei uns noch weitgehend intakten Vereinstätigkeiten für Kultur, Karneval und Sport. Es sind dies die vielen + vielfältigen Aktivitäten freiwilligen Engagements, die für ein Gemeinwesen, unsere Verbandsgemeinde, so grundlegend wichtig sind.

Mit dem Dank an die Ratskollegen möchte ich schließen. Ich wünsche uns allen weiterhin eine faire und sachliche Zusammenarbeit. Denn – bei allen Unterschieden – geht es uns doch gemeinsam um das Wohl und die Weiterentwicklung unserer Verbandsgemeinde. – Zugleich wünsche ich allen ein Gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes neues Jahr 2017.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Pretz,

Wir begrüßen, dass im Haushaltsplan-Entwurf 2017 Planungskosten in Höhe von 50.000 EURO für Gewässerschutz Wambach und Mallendarer Bach vorgesehen sind. Ergänzend zu  unserem Antrag vom Dez. 2015 haben wir für den Bereich Wambach noch einige Anregungen zusammen gestellt, die aus unserer Sicht bei den weiteren Planungen geprüft und wenn möglich berücksichtigt werden sollten.

  • Brücke vor der Hütte Wambach: Aufgabe der Verrohrung unterhalb der Brücke, um wieder ein freies Fließgewässer zu schaffen;
  • Brücke an Weggabelung Richtung Warmbach-Hütte bzw. Aufstieg Richtung Schwimmbad: Aufhebung der Verrohrung, Wiederherstellung offenes Fließgewässer [hier hat es bei dem Unwetter am 25. Juni große Überschwemmungen gegeben, da die Bachverrohrung nicht die Wassermassen fasste]
  • Aufgabe der offensichtlich nicht mehr genutzten Fischteichanlage und der Betonverschalung für den Seitenarm des Baches zu der Fischteichanlage [hier am 25. Juni auch große Unwetterschäden];
  • Nutzen der Talaue bis zum ehem. Pallottiner-Sportplatz für die Schaffung ausgedehnter Retentionsflächen bei Hochwasserereignissen;
  • Rückverlegung des Baches im Bereich des ehem. Pallottiner-Sportplatzes von der Hangkante zurück in die Talaue; im Falle der Ausweisung dieses Geländes als Parkplatzfläche könnten Parkplätze beidseitig des Baches angelegt werden;
  • Offenlegung des Baches im Bereich des vor allem von Schönstatt genutzten Parkplatzes der Pallottiner; damit könnte auch das Bauwerk am südlichen Ende des Parkplatzes, das am 25. Juni ebenfalls ursächlich zu den Überschwemmungen beigetragen hatte, entfallen; die benötigten Parkplätze könnten beidseitig des Baches angelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Matthias Rest

Fraktionsvorsitzender

Antrag für den Haushalt 2017

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Pretz,

die SPD-Fraktion im Verbandsgemeinderat beantragt die notwendigen Mittel, um die Sanierung des Sanitärbereiches des Freibades im Freibad Mallendarer Berg im kommenden Jahr umsetzen zu können

Begründung:

Unser Freibad auf dem Mallendarer Berg erfreut sich großer Beliebtheit. Das zeigen die Stimmen der Besucher, die auch aus einem größeren Umkreis gerne in unser gepflegtes und sauberes Bad kommen.

Der Sanitärbereich bedarf allerdings nach Meinung der SPD Fraktion einer Sanierung.

So kam es in dieser Saison auch schon zu Rohrverstopfungen, die zwar zunächst durch Freifräsen beseitigt werden konnten. – Jedoch sind auch die Armaturen gegen Ende der Saison nicht mehr alle gängig gewesen.

Daher beantragt die SPD-Fraktion, die erforderlichen Mittel für die Sanierung des Sanitärbereiches in den Haushalt 2017 einzustellen. Diese dürften über die unter Produkt 4.2.4.1.8 eingestellten Mittel in Höhe von 5.000 EURO hinausgehen. – In Anbetracht der Anzahl der Duschplätze wird ein Betrag von 15 – 20 000 EURO als erforderlich erachtet. Die Umsetzung soll kurzfristig nach Genehmigung des Haushaltes erfolgen, damit die Arbeiten zur Saisoneröffnung abgeschlossen sind.

Wir möchten die Attraktivität des Freibades erhalten und bitten um Zustimmung zum Antrag . Die Abstimmung soll im Rahmen der Haushaltsberatungen erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Matthias Rest

Fraktionsvorsitzender

Matthias Rest

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geehrte Frau Beigeordnete Heitmann-Weiß und Frau Bohlender, geehrter Herr Beigeordneter Münz, geehrter Stadtbürgermeister Jung und geehrte Ortsbürgermeister Frau Karin Küsel-Ferber, Herr Josef Gans und Herr Jochen Währ, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung, geehrte Ratskolleginnen und Ratskollegen, werte Vertreter der Presse

Eine Haushaltsrede ist vor allem Gelegenheit zum Ausblick. Ich werde mich aber möglichst kurz fassen und nur auf einige Stichpunkte eingehen.

Der von der Verwaltung vorgelegte Haushaltsentwurf ist solide und sparsam angelegt. Für dieses Ergebnis muss man der Verwaltung ein uneingeschränktes Lob aussprechen. Mehr noch: Die Schulden der VG werden weiter reduziert. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen gelingt es Bürgermeister, Verwaltung und Rat, die Schulden kontinuierlich zu reduzieren, von über 10 Mio Euro im Jahr 1998 auf jetzt rund 5,826 Mio Euro Ende 2014, insgesamt also um um 4,18 Mio Euro, bzw. um etwa  42 %.

Nachdrücklich und immer wieder zu betonen ist: Rechnet man alles zusammen, was eine Verwaltung benötigt, um ihre Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, summieren sich Personal- und Sachkosten auf knapp 75% des Verbandsgemeinde-Haushaltes. – Zum weitaus größten Teil entstehen diese Kosten aus den Dienstleistungen, die die Verbandsgemeindeverwaltung für Stadt und unsere Ortsgemeinden zu erbringen hat. Diese „Verwaltungsgemeinschaft“ ist – realistisch und emotionslos gesehen – eine ganz erhebliche Kostenersparnis. Nutznießer dieser „Verwaltungsgemeinschaft“ sind insbes. Stadt und Ortsgemeinden.

Ich halte es für müßig, einzelnen Sachpositionen der Verwaltung nachzugehen, ob die Ansätze für Fachliteratur, Dienstreisen, Fortbildung usw. stimmig angesetzt sind. – Ich halte es vielmehr für sinnvoll – und so verstehe ich auch den Zweck einer Haushaltsdebatte – die großen laufenden sowie anstehenden Aufgaben und Vorhaben im VGR kurz zu umreißen und aus Sicht der SPD-Fraktion zu bewerten:

Ein zentrales Thema sind Maßnahmen zur Reduzierung der Folgen aus dem Klimawandel. Hier sind Beiträge auch auf kommunaler Ebene gefordert.

Schon seit vielen Jahren ist der VGR, ebenso wie Stadt und Ortsgemeinden, beschäftigt mit Stellungnahmen zum LEP und zum RROP. Hinter diesen für die Öffentlichkeit durchweg ominösen Begriffen steht für uns vor allem die Frage, können wir und wenn wo Flächen für die Errichtung von Windenergieanlagen ausweisen. Es geht dabei um Vorrangflächen, Konzentrationsflächen und die Fragen, wie kann Wildwuchs verhindert werden, wie können Rotmilan und unsere bevorzugte Landschaft geschützt werden, wie verträglich wären WEA im Bereich der VG mit dem Weltkulturerbe (Sichtachse). Die Vorgabe des Landes ist: 2%, bezogen allerdings auf ein größeres Planungsgebiet. Es besteht somit auch die Option, gemeinsam mit den Nachbargemeinden, insbes. Bendorf und Höhr-Grenzhausen, eine Gemeindegrenzen übergreifende Lösung anzustreben; eine grundsätzliche Bereitschaft hierzu besteht, wie ein früheres Gespräch mit unseren Ratskollegen der benachbarten Gemeinden ergeben hatte.

Neben der Umstellung auf regenerative Energiequellen ist die Einsparung von Energie die vordringliche + effektivste Zielsetzung zum Klimaschutz; solche Maßnahmen werden vom Bund gefördert. Im Zentrum unserer Überlegungen stehen energetische Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden. Hier ist enges Zusammenwirken mit Stadt und den Ortsgemeinden gefordert. Ergebnis der von der Transferstelle Bingen (TSB) durchgeführten Untersuchungen ist eine Prioritätenliste, bei welchen der eigenen Liegenschaften von VG, Stadt und Ortsgemeinden vorrangig und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Zur Begleitung, Umsetzung, Erfolgskontrolle usw. aller energetischen Sanierungsmaßnahmen benötigen wir einen „Klimaschutzmanager“. Vorbehaltlich einer Bundesförderung soll innerhalb der Verbandsgemeindeverwaltung eine (befristete) Stelle für das Klimaschutzmanagement geschaffen werden.

Alle vom VGR in Zusammenwirken mit Stadt und Ortsgemeinden vorgesehenen energetischen Sanierungsmaßnahmen haben Vorbildfunktion. Angeregt werden soll, dass gerade auch im privaten Bereich unter Nutzung der großen Fördermöglichkeiten energetische Maßnahmen ergriffen werden sollen, um zur Reduzierung der CO2-Emissionen Energie einzusparen. Es erscheint daher wie ein Schlag ins Kontor, wenn Investoren aktuell mit „beheizbarer“ Zufahrt zur Tiefgarage werben.

Die RealschulePlus auf dem Mallendarer Berg steht nicht nur bei den energetischen Sanierungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Auch viele weitere Maßnahmen wie Brandschutz, Alarmierungssystem usw. wurden hier eingeleitet oder schon umgesetzt. Wir unterstützen daher alle Maßnahmen für die Schule, auch die zusätzlichen Finanzmittel für energetische Sanierungsmaßnahmen, wie jetzt von den Grünen beantragt. Dankbar sind wir gleichfalls, dass der Rat den Fahrtkostenzuschuss innerhalb der Verbandsgemeinde auf Antrag der SPD, die sogenannte „Steigungszulage“, grundsätzlich beschlossen hat; dies ist ein wertvolles Angebot an die Schüler aus der Verbandsgemeinde, wegen des Fahrtkostenzuschusses nicht auf andere Schulen auszuweichen.

Die Schule floriert, immer mehr Schüler aus der Verbandsgemeinde und dem Umland, insbes. Koblenz und dem Westerwald, besuchen die Schule. Bei Einrichtung der Regionalen Schule 1993 waren es 290 Schüler, im Jahr 2013 besuchten 360 Schüler die nunmehr zur RealschulePlus avancierte Schule – und in diesem Jahr platzt die Schule mit über 420 Schülern praktisch aus allen Nähten, eine Steigerung der Schülerzahlen in einem Jahr um 17%!!

Die vielen zusätzlichen Angebote und Veranstaltungen der Schule haben sicherlich zu der Attraktivitätssteigerung der Schule beigetragen. Für dieses Engagement ist der Schulleitung und dem Kollegium ein ganz besonderer Dank auszusprechen.

Wir sind überzeugt, die Schule ist fit für die Erweiterung zu einer Integrativen Gesamtschule (IGS). Wir haben uns bislang für eine „IGS-Rechte-Rheinseite“ eingesetzt und glauben, die Zeit ist reif, gemeinsam Anfang 2015 einen neuen Anlauf zu unternehmen – und nicht an den Kreis abzuschieben.

Lange hatten wir um den Bahnhof gerungen, uns bemüht, den Bahnhof als JuBa zum zentralen Stützpunkt unserer offenen Jugendarbeit zu entwickeln. Die Vision, der Bahnhof würde von der Stadt gekauft, zu einem Entree für Vallendar, u.a. mit Touristeninfo, gestaltet werden und die VG könnte die oberen Räume für ihre Jugendarbeit anmieten, hat sich als Illusion erwiesen. Das Gebäude musste jetzt aufgegeben werden.

Es wird einen neuen Jugendtreff mitten in Vallendar am oberen Ende der Hellenstraße geben, und wir hoffen, dass die offizielle Einweihung und Übernahme noch vor Frühlingsanfang 2015 statt finden wird. Der Jugendtreff steht unter einem neuen, mit unserem Partner Haus Wasserburg ausgearbeitetem Konzept. Ausstattung und zentrale Lage der Jugendeinrichtung, insbes. aber das Engagement unserer beiden Jugendpflegerinnen, lassen erwarten, dass der Jugendtreff entdeckt und seinen Möglichkeiten entsprechend von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt werden wird.

Die Entwicklung hat aber auch gezeigt, dass Offene Jugendarbeit nicht auf einen zentralen Standort beschränkt werden kann. So hat sich in Urbar ein weiterer Standort der Offenen Jugendarbeit heraus gebildet, der ebenfalls erfolgreich von unseren beiden Jugendpflegerinnen betreut wird. Um einen Bruch dieses erfolgreichen Jugendarbeit zu vermeiden, nachdem die bisher genutzten kirchlichen Räume nicht mehr zur Verfügung stehen, kann künftig ein größerer Raum der Ortsgemeinde Urbar genutzt werden, der gezielt für Zwecke der Offenen Jugendarbeit hergerichtet wird, also auch mit Brandschutztüren und einer Außen-Fluchttreppe. Aus unserer Sicht ist daher eine Übernahme der im Rahmen der Offenen Jugendarbeit in Urbar anfallenden Kosten durch die VG nicht nur recht und billig, sondern geboten. Wir begrüßen die Entscheidung des VGR zu einer monatlichen Kostenpauschale in Höhe von 100€ und sind dankbar dafür.

Offene Jugendarbeit ist ein schwieriges Feld, verpflichtet uns zur Beobachtung und zur Diskussion, ob wir unser Angebot verbessern können oder müssen. Wir schlagen deshalb vor, das Thema, sobald der Jugendtreff in Vallendar angelaufen ist, erneut auf die TO zu setzen, möglichst auch mit einem Besuch beider Jugendtreffs.

Die andere gesellschaftliche Aufgabe wird kurz mit demographischem Wandel umschrieben, gemeint ist das Älterwerden unserer Gesellschaft, welches in der VG Vall. besonders ausgeprägt ist, wobei die topographischen Gegebenheiten und eine absolut unzureichende verkehrstechnische Infrastruktur als besondere Erschwernisse hinzukommen. Dass ältere Bürger / Bürgerinnen weiterhin, auch ohne Nutzung eines Autos und ohne ihr gewohntes Wohnumfeld mit den gewachsenen sozialen Kontakten aufgeben zu müssen, die Geschäfte, den Arzt usw. erreichen können, erscheint uns vor diesem Hintergrund als Verpflichtung, insbesondere im Interesse der Bürger und Bürgerinnen unserer Höhengemeinden Weitersburg und Urbar und der Höhenstadteile Vallendars. – Das Anrufsammeltaxi (AST) – mehrere Jahre lang ein erfolgreiches Vorzeigeprojekt in der VG Vallendar – konnte trotz wiederholter Bemühungen nicht aufrecht erhalten werden. Wir müssen unsere Anstrengungen zur Verbesserung des Mobilitätsangebotes in der VG Vall. wieder aufgreifen und forciert nach einer Lösung suchen, sei es AST, Bürgerbus, Anruftaxi oder ein anderes Verfahren. In unserem gemeinsamen Antrag (Bündnis90/Grüne, FWG, FDP und SPD) beantragen wir für erste Untersuchungen und vorbereitende Maßnahmen die Einstellung von 5.000€ im Haushalt. Wir glauben, dass 5.000€ als Anlaufbetrag ausreichend sind.

Auf das großartige Angebot von Sporteinrichtungen in der Verbandsgemeinde und die immerwährende Frage des Hochwasserschutzes will ich heute aus Zeitgründen nicht eingehen. Der letzte Sommer hat uns alle enttäuscht – und damit auch unser attraktives Freizeitbad. Beim Hochwasser hoffen wir, dass der Rhein auch weiterhin ausreichend Platz in seinem Bett hat.

Ein Beispiel für die vorbildliche Zusammenarbeit innerhalb der VG ist unsere Freiwillige Feuerwehr mit ihren vier Löschzügen in der Stadt und den Ortsgemeinden. Wer die Feuerwehr am Tag der Offenen Tür besucht oder wie ich die Gelegenheit hatte, an der Jahresdienstversammlung im Oktober teilzunehmen, kann nur danken für das Engagement, Können und Wissen der Feuerwehrkameraden. Kaum jemandem ist klar, wie viele Übungen, Fortbildungsveranstaltungen und letztlich auch Einsätze von unserer Wehr jährlich wahrgenommen werden. Und all dies geschieht zu unserer Sicherheit und ehrenamtlich! – Wir unterstützen daher vorbehaltlos die im Haushalt vorgesehene zeit- und sachgerechte Ausstattung unserer Feuerwehr.

Ein zentraler Punkt jeder Haushaltsrede ist die Interkommunale Zusammenarbeit; die Zusammenarbeit kann sich nicht nur auf die zwischen Bendorf und Vallendar geteilte Feuerwehrleiter oder die Abstimmung von VHS-Angeboten beschränken. Es ist auch zu überprüfen, inwieweit Verwaltungsbereiche koordiniert oder zusammengefasst werden können.

Interkommunale Zusammenarbeit beginnt innerhalb der Verbandsgemeinde und da glaube ich, gibt es noch viel Luft für mehr Kooperation. Um den Abend nicht zu sprengen, will ich mich mit wenigen Stichpunkten auf einige Beispiele und Anregungen beschränken:

  • Im Gemeindebereich von Weitersburg, aber an der Grenze zu Vallendar, steht eine Erweiterung des gastronomischen Angebots an. Lässt aber unsere bestehende und durchweg kritische Verkehrsinfrastruktur ein Mehr an Verkehr zu? Die anstehenden Sanierungsmaßnahmen in der Kirchhohl und der Kirchstraße in Vallendar (Kanal bis Straße) haben die Diskussion um eine Zweitanbindung Gumschlag wieder aufleben lassen. Auch über die Ausweisung neuer Baugebiete wird zumindest wieder nachgedacht. – Durchweg wird – bei Konkretisierung – auch der Flächennutzungsplan – und damit die Zuständigkeit des VGR betroffen sein. Wäre da nicht ein frühzeitiges gemeinsames Überlegen und Planen, angebracht? Der Flächennutzungsplan kann und darf kein Vollzugsorgan sein.
  • Unser touristisch großes Potential liegt weitgehend brach, da es uns nicht gelingt, es gemeinsam zu bewerben. Können wir uns da nicht einfach zu gemeinsamen Handeln aufraffen, auch bei der Pflege und Unterhaltung der Prämiumwege?
  • Rad- und Wanderwege scheren sich einen Deut an Gemeindegrenzen. Warum können wir hier nicht gemeinsam planen und handeln? – Aber es gibt Fortschritte: Den Lückenschluss Radweg am Rhein konnten wir vor wenigen Wochen gemeinsam feiern. – Und vielleicht schaffen wir es auch, die anstehenden weiteren Planungen des Rad- und Wanderweges Höhr – Vallendar gemeinsam zu beraten, wenn demnächst die Machbarkeitsstudie vorgestellt werden wird.
  • Die Gewässerpflege ist Aufgabe der VG, aber das umliegende Gelände fällt in die Zuständigkeit von Stadt oder Ortsgemeinden – eine Situation, die die Pflege unserer Talauen de facto ausbremst.

Es gibt aber auch positive Beispiele, die Anlass zu Hoffnung geben:

  • Bei der geplanten Offenlegung des Lehrbaches im Bereich seiner Mündung in den Rhein sind Stadt (zuständig für die Umfeldgestaltung) und VG (zuständig für das Gewässer) zu abgestimmtem Handeln gefordert – und die Stadt hat einer Federführung durch die VG bei dieser Maßnahme zugestimmt;
  • Im letzten Jahr hat der VGR einstimmig beschlossen, dass die Kosten für die Schulsozialarbeit an den Grundschulen eingestellte Kraft komplett über die VG-Umlage finanziert werden. – Erstaunlicherweise hat diese Entscheidung zu keiner Identitätskrise geführt.

Mehr Mut zur Verbandsgemeinde, mehr Mut zur rechtzeitigen und konstruktiven Zusammenarbeit, sollte unser aller Devise sein. Das würde in erheblichem Umfange den oft doppelten oder mehrfachen Verwaltungsaufwand vermeiden helfen und gleichzeitig den Finanzmittelbedarf bei Stadt, Ortsgemeinden und VG, wenn man die Haushalte in summo betrachtet, im Interesse des Steuerzahlers mindern.

Ein Ansatz ist hierzu ist unser Antrag „Überprüfung der Dienstleistungsangebote in der Verbandsgemeinde Vallendar“ vom März 2013. Wir haben darin gefordert: Einsparpotentiale und Bündelung in der Verbandsgemeinde-Verwaltung zu untersuchen, kleinstrukturierte Organisationsformen und Kompetenzaufteilungen zwischen Verbandsgemeinde sowie Stadt und Ortsgemeinden zu überprüfen und zu optimieren, ggf. auch in der Organisationsform eines Eigenbetriebs. – Um politischen Handlungsspielraum vor Ort zu erhalten und zu gewinnen, muss oberstes Ziel eine gemeinsame, sparsame Haushaltspolitik aller 5 Kommunen sein. Im Herbst 2013 hat die Verwaltung mit einer ausführlichen und präzisen Stellungnahme geantwortet und uns damit eine Grundlage für weitere Diskussionen gegeben. Das nächste Jahr ist frei von Wahlkämpfen. Das ist Gelegenheit, konkret und emotionslos uns dieses Ziel vorzunehmen. Dem Bürger und Steuerzahler schulden wir solche Anstrengungen.

Ich habe hier einen Flyer „Gut leben in der Verbandsgemeinde…“, allerdings Emmelshausen. Das sollte uns doch ein Ansporn für „Gut leben in der VG Vallendar“ sein. – Dies wollen wir für alle Einwohner der Verbandsgemeinde erreichen. In diesem Zusammenhang sehen wir auch die Bemühungen der Verwaltung, dem gestiegenen Flüchtlingszustrom konkret und hier bei uns mit einer Willkommenskultur gerecht zu werden. Wir unterstützen die die hierfür voraussichtlich anfallenden Mehrkosten (Betreuung usw.).

Eine persönliche Anmerkung in diesem Zusammenhang: Wenn ich bei der Wahl des VG-Bürgermeisters im September Gegenkandidat gewesen wäre, ich hätte nicht Contra VG und Verwaltung meinen Wahlkampf geführt, sondern Pro VG und enge Zusammenarbeit – und ich bin sicher, ich hätte zwar nicht gegen Fred Pretz gewonnen, aber doch ein respektables Ergebnis erzielt. Denn der Bürger unterscheidet nicht zwischen Stadt, Ortsgemeinden und VG. Ihn interessiert, dass er sich in der Stadt, den Ortsgemeinden, in der VG wohl fühlt.

Über unsere freiwilligen Zuwendungen an verschiedene Organisationen sowie die von den Fraktionen eingebrachten Anträge werden wir im Anschluss beraten + abstimmen.

Die Zeit reicht nicht, um zu allen Komplexen der Verbandsgemeinde im Detail einzugehen. Ich habe mich deshalb bewusst auf das beschränkt, was aus unserer Sicht für die Zukunftsfähigkeit unserer Verbandsgemeinde wichtig und richtungsweisend erscheint.

Abschließend möchte ich mit einem Dank. Im Namen der gesamten SPD- Fraktion bedanke ich mich bei unserem Bürgermeister Fred Pretz, seinen Beigeordneten und bei der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Danken möchte ich auch allen, die sich in unserer VG ehrenamtlich einsetzen, sei es bei der Feuerwehr, bei der Offenen Jugendarbeit oder für Senioren, im sozialen oder kirchlichen Bereich oder in der bei uns noch weitgehend intakten Vereinstätigkeiten für Kultur, Karneval und Sport. Es sind dies die vielen + vielfältigen Aktivitäten freiwilligen Engagements, die für ein Gemeinwesen, unsere Verbandsgemeinde, so grundlegend wichtig sind.

Mit dem Dank an die Ratskollegen möchte ich schließen. Ich wünsche uns allen weiterhin eine faire und sachliche Zusammenarbeit. Denn – bei allen Unterschieden – geht es uns doch gemeinsam um das Wohl und die Weiterentwicklung unserer Verbandsgemeinde. – Zugleich wünsche ich allen ein Gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Jahr 2015

Dr. Matthias Rest

Stellungnahme der SPD-Fraktion zum Haushaltsplan 2015 ( Dr. Matthias Rest)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geehrte Frau Beigeordnete Heitmann-Weiß und Frau Bohlender, geehrter Herr Beigeordneter Münz, geehrter Stadtbürgermeister Jung und geehrte Ortsbürgermeister Frau Karin Küsel-Ferber, Herr Josef Gans und Herr Jochen Währ, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbandsgemeindeverwaltung, geehrte Ratskolleginnen und Ratskollegen, werte Vertreter der Presse

Eine Haushaltsrede ist vor allem Gelegenheit zum Ausblick. Ich werde mich aber möglichst kurz fassen und nur auf einige Stichpunkte eingehen.

Der von der Verwaltung vorgelegte Haushaltsentwurf ist solide und sparsam angelegt. Für dieses Ergebnis muss man der Verwaltung ein uneingeschränktes Lob aussprechen. Mehr noch: Die Schulden der VG werden weiter reduziert. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen gelingt es Bürgermeister, Verwaltung und Rat, die Schulden kontinuierlich zu reduzieren, von über 10 Mio Euro im Jahr 1998 auf jetzt rund 5,826 Mio Euro Ende 2014, insgesamt also um um 4,18 Mio Euro, bzw. um etwa  42 %.

 

Nachdrücklich und immer wieder zu betonen ist: Rechnet man alles zusammen, was eine Verwaltung benötigt, um ihre Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, summieren sich Personal- und Sachkosten auf knapp 75% des Verbandsgemeinde-Haushaltes. – Zum weitaus größten Teil entstehen diese Kosten aus den Dienstleistungen, die die Verbandsgemeindeverwaltung für Stadt und unsere Ortsgemeinden zu erbringen hat. Diese „Verwaltungsgemeinschaft“ ist – realistisch und emotionslos gesehen – eine ganz erhebliche Kostenersparnis. Nutznießer dieser „Verwaltungsgemeinschaft“ sind insbes. Stadt und Ortsgemeinden.

Ich halte es für müßig, einzelnen Sachpositionen der Verwaltung nachzugehen, ob die Ansätze für Fachliteratur, Dienstreisen, Fortbildung usw. stimmig angesetzt sind. – Ich halte es vielmehr für sinnvoll – und so verstehe ich auch den Zweck einer Haushaltsdebatte – die großen laufenden sowie anstehenden Aufgaben und Vorhaben im VGR kurz zu umreißen und aus Sicht der SPD-Fraktion zu bewerten:

Ein zentrales Thema sind Maßnahmen zur Reduzierung der Folgen aus dem Klimawandel. Hier sind Beiträge auch auf kommunaler Ebene gefordert.

Schon seit vielen Jahren ist der VGR, ebenso wie Stadt und Ortsgemeinden, beschäftigt mit Stellungnahmen zum LEP und zum RROP. Hinter diesen für die Öffentlichkeit durchweg ominösen Begriffen steht für uns vor allem die Frage, können wir und wenn wo Flächen für die Errichtung von Windenergieanlagen ausweisen. Es geht dabei um Vorrangflächen, Konzentrationsflächen und die Fragen, wie kann Wildwuchs verhindert werden, wie können Rotmilan und unsere bevorzugte Landschaft geschützt werden, wie verträglich wären WEA im Bereich der VG mit dem Weltkulturerbe (Sichtachse). Die Vorgabe des Landes ist: 2%, bezogen allerdings auf ein größeres Planungsgebiet. Es besteht somit auch die Option, gemeinsam mit den Nachbargemeinden, insbes. Bendorf und Höhr-Grenzhausen, eine Gemeindegrenzen übergreifende Lösung anzustreben; eine grundsätzliche Bereitschaft hierzu besteht, wie ein früheres Gespräch mit unseren Ratskollegen der benachbarten Gemeinden ergeben hatte.

Neben der Umstellung auf regenerative Energiequellen ist die Einsparung von Energie die vordringliche + effektivste Zielsetzung zum Klimaschutz; solche Maßnahmen werden vom Bund gefördert. Im Zentrum unserer Überlegungen stehen energetische Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden. Hier ist enges Zusammenwirken mit Stadt und den Ortsgemeinden gefordert. Ergebnis der von der Transferstelle Bingen (TSB) durchgeführten Untersuchungen ist eine Prioritätenliste, bei welchen der eigenen Liegenschaften von VG, Stadt und Ortsgemeinden vorrangig und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Zur Begleitung, Umsetzung, Erfolgskontrolle usw. aller energetischen Sanierungsmaßnahmen benötigen wir einen „Klimaschutzmanager“. Vorbehaltlich einer Bundesförderung soll innerhalb der Verbandsgemeindeverwaltung eine (befristete) Stelle für das Klimaschutzmanagement geschaffen werden.

Alle vom VGR in Zusammenwirken mit Stadt und Ortsgemeinden vorgesehenen energetischen Sanierungsmaßnahmen haben Vorbildfunktion. Angeregt werden soll, dass gerade auch im privaten Bereich unter Nutzung der großen Fördermöglichkeiten energetische Maßnahmen ergriffen werden sollen, um zur Reduzierung der CO2-Emissionen Energie einzusparen. Es erscheint daher wie ein Schlag ins Kontor, wenn Investoren aktuell mit „beheizbarer“ Zufahrt zur Tiefgarage werben.

Die RealschulePlus auf dem Mallendarer Berg steht nicht nur bei den energetischen Sanierungsmaßnahmen im Mittelpunkt. Auch viele weitere Maßnahmen wie Brandschutz, Alarmierungssystem usw. wurden hier eingeleitet oder schon umgesetzt. Wir unterstützen daher alle Maßnahmen für die Schule, auch die zusätzlichen Finanzmittel für energetische Sanierungsmaßnahmen, wie jetzt von den Grünen beantragt. Dankbar sind wir gleichfalls, dass der Rat den Fahrtkostenzuschuss innerhalb der Verbandsgemeinde auf Antrag der SPD, die sogenannte „Steigungszulage“, grundsätzlich beschlossen hat; dies ist ein wertvolles Angebot an die Schüler aus der Verbandsgemeinde, wegen des Fahrtkostenzuschusses nicht auf andere Schulen auszuweichen.

Die Schule floriert, immer mehr Schüler aus der Verbandsgemeinde und dem Umland, insbes. Koblenz und dem Westerwald, besuchen die Schule. Bei Einrichtung der Regionalen Schule 1993 waren es 290 Schüler, im Jahr 2013 besuchten 360 Schüler die nunmehr zur RealschulePlus avancierte Schule – und in diesem Jahr platzt die Schule mit über 420 Schülern praktisch aus allen Nähten, eine Steigerung der Schülerzahlen in einem Jahr um 17%!!

Die vielen zusätzlichen Angebote und Veranstaltungen der Schule haben sicherlich zu der Attraktivitätssteigerung der Schule beigetragen. Für dieses Engagement ist der Schulleitung und dem Kollegium ein ganz besonderer Dank auszusprechen.

Wir sind überzeugt, die Schule ist fit für die Erweiterung zu einer Integrativen Gesamtschule (IGS). Wir haben uns bislang für eine „IGS-Rechte-Rheinseite“ eingesetzt und glauben, die Zeit ist reif, gemeinsam Anfang 2015 einen neuen Anlauf zu unternehmen – und nicht an den Kreis abzuschieben.

Lange hatten wir um den Bahnhof gerungen, uns bemüht, den Bahnhof als JuBa zum zentralen Stützpunkt unserer offenen Jugendarbeit zu entwickeln. Die Vision, der Bahnhof würde von der Stadt gekauft, zu einem Entree für Vallendar, u.a. mit Touristeninfo, gestaltet werden und die VG könnte die oberen Räume für ihre Jugendarbeit anmieten, hat sich als Illusion erwiesen. Das Gebäude musste jetzt aufgegeben werden.

Es wird einen neuen Jugendtreff mitten in Vallendar am oberen Ende der Hellenstraße geben, und wir hoffen, dass die offizielle Einweihung und Übernahme noch vor Frühlingsanfang 2015 statt finden wird. Der Jugendtreff steht unter einem neuen, mit unserem Partner Haus Wasserburg ausgearbeitetem Konzept. Ausstattung und zentrale Lage der Jugendeinrichtung, insbes. aber das Engagement unserer beiden Jugendpflegerinnen, lassen erwarten, dass der Jugendtreff entdeckt und seinen Möglichkeiten entsprechend von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt werden wird.

Die Entwicklung hat aber auch gezeigt, dass Offene Jugendarbeit nicht auf einen zentralen Standort beschränkt werden kann. So hat sich in Urbar ein weiterer Standort der Offenen Jugendarbeit heraus gebildet, der ebenfalls erfolgreich von unseren beiden Jugendpflegerinnen betreut wird. Um einen Bruch dieses erfolgreichen Jugendarbeit zu vermeiden, nachdem die bisher genutzten kirchlichen Räume nicht mehr zur Verfügung stehen, kann künftig ein größerer Raum der Ortsgemeinde Urbar genutzt werden, der gezielt für Zwecke der Offenen Jugendarbeit hergerichtet wird, also auch mit Brandschutztüren und einer Außen-Fluchttreppe. Aus unserer Sicht ist daher eine Übernahme der im Rahmen der Offenen Jugendarbeit in Urbar anfallenden Kosten durch die VG nicht nur recht und billig, sondern geboten. Wir begrüßen die Entscheidung des VGR zu einer monatlichen Kostenpauschale in Höhe von 100€ und sind dankbar dafür.

Offene Jugendarbeit ist ein schwieriges Feld, verpflichtet uns zur Beobachtung und zur Diskussion, ob wir unser Angebot verbessern können oder müssen. Wir schlagen deshalb vor, das Thema, sobald der Jugendtreff in Vallendar angelaufen ist, erneut auf die TO zu setzen, möglichst auch mit einem Besuch beider Jugendtreffs.

Die andere gesellschaftliche Aufgabe wird kurz mit demographischem Wandel umschrieben, gemeint ist das Älterwerden unserer Gesellschaft, welches in der VG Vall. besonders ausgeprägt ist, wobei die topographischen Gegebenheiten und eine absolut unzureichende verkehrstechnische Infrastruktur als besondere Erschwernisse hinzukommen. Dass ältere Bürger / Bürgerinnen weiterhin, auch ohne Nutzung eines Autos und ohne ihr gewohntes Wohnumfeld mit den gewachsenen sozialen Kontakten aufgeben zu müssen, die Geschäfte, den Arzt usw. erreichen können, erscheint uns vor diesem Hintergrund als Verpflichtung, insbesondere im Interesse der Bürger und Bürgerinnen unserer Höhengemeinden Weitersburg und Urbar und der Höhenstadteile Vallendars. – Das Anrufsammeltaxi (AST) – mehrere Jahre lang ein erfolgreiches Vorzeigeprojekt in der VG Vallendar – konnte trotz wiederholter Bemühungen nicht aufrecht erhalten werden. Wir müssen unsere Anstrengungen zur Verbesserung des Mobilitätsangebotes in der VG Vall. wieder aufgreifen und forciert nach einer Lösung suchen, sei es AST, Bürgerbus, Anruftaxi oder ein anderes Verfahren. In unserem gemeinsamen Antrag (Bündnis90/Grüne, FWG, FDP und SPD) beantragen wir für erste Untersuchungen und vorbereitende Maßnahmen die Einstellung von 5.000€ im Haushalt. Wir glauben, dass 5.000€ als Anlaufbetrag ausreichend sind.

Auf das großartige Angebot von Sporteinrichtungen in der Verbandsgemeinde und die immerwährende Frage des Hochwasserschutzes will ich heute aus Zeitgründen nicht eingehen. Der letzte Sommer hat uns alle enttäuscht – und damit auch unser attraktives Freizeitbad. Beim Hochwasser hoffen wir, dass der Rhein auch weiterhin ausreichend Platz in seinem Bett hat.

Ein Beispiel für die vorbildliche Zusammenarbeit innerhalb der VG ist unsere Freiwillige Feuerwehr mit ihren vier Löschzügen in der Stadt und den Ortsgemeinden. Wer die Feuerwehr am Tag der Offenen Tür besucht oder wie ich die Gelegenheit hatte, an der Jahresdienstversammlung im Oktober teilzunehmen, kann nur danken für das Engagement, Können und Wissen der Feuerwehrkameraden. Kaum jemandem ist klar, wie viele Übungen, Fortbildungsveranstaltungen und letztlich auch Einsätze von unserer Wehr jährlich wahrgenommen werden. Und all dies geschieht zu unserer Sicherheit und ehrenamtlich! – Wir unterstützen daher vorbehaltlos die im Haushalt vorgesehene zeit- und sachgerechte Ausstattung unserer Feuerwehr.

Ein zentraler Punkt jeder Haushaltsrede ist die Interkommunale Zusammenarbeit; die Zusammenarbeit kann sich nicht nur auf die zwischen Bendorf und Vallendar geteilte Feuerwehrleiter oder die Abstimmung von VHS-Angeboten beschränken. Es ist auch zu überprüfen, inwieweit Verwaltungsbereiche koordiniert oder zusammengefasst werden können.

Interkommunale Zusammenarbeit beginnt innerhalb der Verbandsgemeinde und da glaube ich, gibt es noch viel Luft für mehr Kooperation. Um den Abend nicht zu sprengen, will ich mich mit wenigen Stichpunkten auf einige Beispiele und Anregungen beschränken:

  • Im Gemeindebereich von Weitersburg, aber an der Grenze zu Vallendar, steht eine Erweiterung des gastronomischen Angebots an. Lässt aber unsere bestehende und durchweg kritische Verkehrsinfrastruktur ein Mehr an Verkehr zu? Die anstehenden Sanierungsmaßnahmen in der Kirchhohl und der Kirchstraße in Vallendar (Kanal bis Straße) haben die Diskussion um eine Zweitanbindung Gumschlag wieder aufleben lassen. Auch über die Ausweisung neuer Baugebiete wird zumindest wieder nachgedacht. – Durchweg wird – bei Konkretisierung – auch der Flächennutzungsplan – und damit die Zuständigkeit des VGR betroffen sein. Wäre da nicht ein frühzeitiges gemeinsames Überlegen und Planen, angebracht? Der Flächennutzungsplan kann und darf kein Vollzugsorgan sein.
  • Unser touristisch großes Potential liegt weitgehend brach, da es uns nicht gelingt, es gemeinsam zu bewerben. Können wir uns da nicht einfach zu gemeinsamen Handeln aufraffen, auch bei der Pflege und Unterhaltung der Prämiumwege?
  • Rad- und Wanderwege scheren sich einen Deut an Gemeindegrenzen. Warum können wir hier nicht gemeinsam planen und handeln? – Aber es gibt Fortschritte: Den Lückenschluss Radweg am Rhein konnten wir vor wenigen Wochen gemeinsam feiern. – Und vielleicht schaffen wir es auch, die anstehenden weiteren Planungen des Rad- und Wanderweges Höhr – Vallendar gemeinsam zu beraten, wenn demnächst die Machbarkeitsstudie vorgestellt werden wird.
  • Die Gewässerpflege ist Aufgabe der VG, aber das umliegende Gelände fällt in die Zuständigkeit von Stadt oder Ortsgemeinden – eine Situation, die die Pflege unserer Talauen de facto ausbremst.

Es gibt aber auch positive Beispiele, die Anlass zu Hoffnung geben:

  • Bei der geplanten Offenlegung des Lehrbaches im Bereich seiner Mündung in den Rhein sind Stadt (zuständig für die Umfeldgestaltung) und VG (zuständig für das Gewässer) zu abgestimmtem Handeln gefordert – und die Stadt hat einer Federführung durch die VG bei dieser Maßnahme zugestimmt;
  • Im letzten Jahr hat der VGR einstimmig beschlossen, dass die Kosten für die Schulsozialarbeit an den Grundschulen eingestellte Kraft komplett über die VG-Umlage finanziert werden. – Erstaunlicherweise hat diese Entscheidung zu keiner Identitätskrise geführt.

Mehr Mut zur Verbandsgemeinde, mehr Mut zur rechtzeitigen und konstruktiven Zusammenarbeit, sollte unser aller Devise sein. Das würde in erheblichem Umfange den oft doppelten oder mehrfachen Verwaltungsaufwand vermeiden helfen und gleichzeitig den Finanzmittelbedarf bei Stadt, Ortsgemeinden und VG, wenn man die Haushalte in summo betrachtet, im Interesse des Steuerzahlers mindern.

Ein Ansatz ist hierzu ist unser Antrag „Überprüfung der Dienstleistungsangebote in der Verbandsgemeinde Vallendar“ vom März 2013. Wir haben darin gefordert: Einsparpotentiale und Bündelung in der Verbandsgemeinde-Verwaltung zu untersuchen, kleinstrukturierte Organisationsformen und Kompetenzaufteilungen zwischen Verbandsgemeinde sowie Stadt und Ortsgemeinden zu überprüfen und zu optimieren, ggf. auch in der Organisationsform eines Eigenbetriebs. – Um politischen Handlungsspielraum vor Ort zu erhalten und zu gewinnen, muss oberstes Ziel eine gemeinsame, sparsame Haushaltspolitik aller 5 Kommunen sein. Im Herbst 2013 hat die Verwaltung mit einer ausführlichen und präzisen Stellungnahme geantwortet und uns damit eine Grundlage für weitere Diskussionen gegeben. Das nächste Jahr ist frei von Wahlkämpfen. Das ist Gelegenheit, konkret und emotionslos uns dieses Ziel vorzunehmen. Dem Bürger und Steuerzahler schulden wir solche Anstrengungen.

Ich habe hier einen Flyer „Gut leben in der Verbandsgemeinde…“, allerdings Emmelshausen. Das sollte uns doch ein Ansporn für „Gut leben in der VG Vallendar“ sein. – Dies wollen wir für alle Einwohner der Verbandsgemeinde erreichen. In diesem Zusammenhang sehen wir auch die Bemühungen der Verwaltung, dem gestiegenen Flüchtlingszustrom konkret und hier bei uns mit einer Willkommenskultur gerecht zu werden. Wir unterstützen die die hierfür voraussichtlich anfallenden Mehrkosten (Betreuung usw.).

Eine persönliche Anmerkung in diesem Zusammenhang: Wenn ich bei der Wahl des VG-Bürgermeisters im September Gegenkandidat gewesen wäre, ich hätte nicht Contra VG und Verwaltung meinen Wahlkampf geführt, sondern Pro VG und enge Zusammenarbeit – und ich bin sicher, ich hätte zwar nicht gegen Fred Pretz gewonnen, aber doch ein respektables Ergebnis erzielt. Denn der Bürger unterscheidet nicht zwischen Stadt, Ortsgemeinden und VG. Ihn interessiert, dass er sich in der Stadt, den Ortsgemeinden, in der VG wohl fühlt.

Über unsere freiwilligen Zuwendungen an verschiedene Organisationen sowie die von den Fraktionen eingebrachten Anträge werden wir im Anschluss beraten + abstimmen.

Die Zeit reicht nicht, um zu allen Komplexen der Verbandsgemeinde im Detail einzugehen. Ich habe mich deshalb bewusst auf das beschränkt, was aus unserer Sicht für die Zukunftsfähigkeit unserer Verbandsgemeinde wichtig und richtungsweisend erscheint.

Abschließend möchte ich mit einem Dank. Im Namen der gesamten SPD- Fraktion bedanke ich mich bei unserem Bürgermeister Fred Pretz, seinen Beigeordneten und bei der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr.

Danken möchte ich auch allen, die sich in unserer VG ehrenamtlich einsetzen, sei es bei der Feuerwehr, bei der Offenen Jugendarbeit oder für Senioren, im sozialen oder kirchlichen Bereich oder in der bei uns noch weitgehend intakten Vereinstätigkeiten für Kultur, Karneval und Sport. Es sind dies die vielen + vielfältigen Aktivitäten freiwilligen Engagements, die für ein Gemeinwesen, unsere Verbandsgemeinde, so grundlegend wichtig sind.

Mit dem Dank an die Ratskollegen möchte ich schließen. Ich wünsche uns allen weiterhin eine faire und sachliche Zusammenarbeit. Denn – bei allen Unterschieden – geht es uns doch gemeinsam um das Wohl und die Weiterentwicklung unserer Verbandsgemeinde. – Zugleich wünsche ich allen ein Gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes Jahr 2015

Antrag zur Änderung des Bebauungsplanes „Auf der Insel / Unterm Goessel“, zur Verhinderung einer unverträglichen Verdichtung der Bebauung in Vallendar

Sehr geehrter Herr Stadtbürgermeister Jung,

hiermit beantragen wir die Änderung des Bebauungsplanes „Auf der Insel / Unterm Goessel“ zur Verhinderung einer unverträglichen Verdichtung der Bebauung für den Bereich Gumschlag und als Sofortmaßnahme eine Veränderungssperre.

Begründung:

Die Aufstellung des Bebauungsplanes zielt darauf ab, die vorhandene Bebauungsstruktur in Form von Ein- und Zweifamilienhäusern auf relativ großen Grundstücken und den Charakter des Siedlungsgebiets zu erhalten und eine weitere Zunahme des Verkehrs in der Innenstadt zu vermeiden.

Fakt ist, dass in den letzten Monaten und Jahren, ausgelöst durch die Zinspolitik, insbesondere Bauträger ein finanzstarkes Interesse bekunden die zum Teil großen Grundstücke mit zulässigen, sehr großen Gebäudekubaturen eine maximale Anzahl an Wohneinheiten unterzubringen. Dies widerspricht dem Charakter der Siedlergemeinschaft und der gesamten Struktur des Gumschlages. Eine Änderung des Bebauungsplanes in diesem Bereich ist erforderlich, um die konkrete Gefahr einer Überformung zu verhindern.

Eine weitere Problematik besteht darin, dass aktuelle, bekannte Planungen allein in den Straßen „Am Rosenberg“ und „Vor dem Wüstenhof“ erkennen lassen, dass 5 Grundstücke mit Fünf- oder Sechsfamilienhäusern überplant werden sollen und dadurch wahrscheinlich ca. 50 Fahrzeuge zusätzlich die Straßen belasten werden. Dafür sind weder die Straßen auf dem Gumschlag und schon gar nicht die Straßen in der Innenstadt ausgelegt. Wir sollten dringend eine weitere Mehrbelastung der Innenstadt durch den zunehmenden Verkehr verhindern.

Deshalb ist es erforderlich, den städtebaulichen Rahmen für eine gewünschte, sinnvolle und verträgliche Bebauung auf den Grundstücken in den Ausschüssen und im Stadtrat klar zu formulieren. Es müssen, die Bedürfnisse und Anforderungen aller Beteiligten in einen gebietsverträglichen städtebaulichen Rahmen gebracht werden.

Uns ist bewusst, dass es noch weitere Gebiete in Vallendar gibt, in denen vergleichbare Probleme auftreten. Aufgrund der angespannten Verkehrslage in Vallendar möchten wir mit dem Gumschlag beginnen. Weitere Flächen bzw. Bebauungspläne sollen folgen.

Wolfgang Heitmann
Fraktionsvorsitzender

 

Die Niederwerther Sozialdemokraten nominierten in einer Mitgliederversammlung einstimmig den amtierenden Ortsbürgermeister Josef Gans erneut zu ihrem Kandidaten für dieses Amt. Der Versammlungsleiter, der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Vallendar und Landtagsabgeordnete Dieter Klöckner, konnte neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern einige parteilose Bewerber für die SPD-Liste begrüßen.In seiner Nominierungsrede zeigte Josef Gans die bisher geleistete Arbeit von Ortsbürgermeister und Gemeinderat auf, „die sich“, so Josef Gans, „wahrlich sehen lassen kann.“

Die Leistungsbilanz der vergangenen zehn Jahre seiner Amtszeit beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, die der Inselgemeinde eine nachhaltige Prägung gegeben haben. So wurden die Rheinstraße mit dem Flaggenmastplatz, die Straße „Am Stiel“ sowie die Gartenstraße mit dem Ortseingang saniert und neu gestaltet. Eine Sanierung haben auch die Mauern am Friedhof und zur Kirche hin erfahren sowie rund zwei Kilometer Wirtschaftsweg.Durch den Anschluss an das örtliche Kanalnetz wurde die Existenz des Sportvereins auf der Südspitze ebenso gesichert wie Schützenhaus mit Grillhütte durch eine Stromversorgung. Das Pflanzen von 60 Bäumen hat das Bild des Ortes in gleichem Maße aufgewertet wie die Vermarktung des Kläranlage und dem inzwischen schon begonnenen Bau eines Gewerbebetriebes sowie die Dorferneuerung zwischen Hoch- und Rheinstraße, Backesgasse und Steinstraße/Schulheißgang. Dazu erfolgte eine Neuregelung des ruhenden und fließenden Verkehrs in Teilbereichen. Zwei Flurschützer sichern jetzt den Außenbereich. Nicht zu vergessen ist die Beleuchtung der St. Georg Kirche, einem besonderen Kleinod unserer Gemeinde.Trotz der getätigten Investitionen im hohen siebenstelligen Eurobereich ist Niederwerth nach wie vor schuldenfrei, wie Josef Gans stolz verkündete. Für die kommende Amtsperiode hat sich Josef Gans weitere Ziele gesetzt. Die Sanierung der Brückenstraße und die Gestaltung des „Pontaumur-Platzes“ stehen im April/Mai 2014 an. Für die hochwasserfreie Anbindung ist das Planfestellungsverfahren eingeleitet bzw. zwischenzeitlich abgeschlossen – eine Forderung seit Jahrzehnten wird somit endlich umgesetzt. Weitere Sanierungen betreffen sowohl die Schützenstraße als auch die Hochstraße. Anzustreben ist eine einvernehmliche Lösung für das alte Wasserwerk und eine weitere Vermarktung des Restfläche „Alte Kläranlage.“ Als eine permanente Aufgabe sieht Josef Gans die Sicherung von Kindergarten und Schule. Er setzt sich zudem weiterhin ein für die Förderung des Vereinslebens und die tatkräftige Unterstützung zum Erhalten von Brauchtum und Tradition. Ein Markstein in diesem Sinne wird die 785 Jahr Feier im Jahre 2019 sein, die schon jetzt vorbereitet werden muss. „Für unsere schöne Rheininsel“, so Josef Gans, „müssen wir Tourismus und Landwirtschaft miteinander in Einklang bringen. Nur so, meint der Ortsbürgermeister, bleibt Niederwerth ein Highlight der gesamten Region.“

18 Frauen und Männer stehen auf der Bewerberliste der Niederwerther SPD für die Gemeinderatswahlen am 25. Mai 2014. In großem Einvernehmen und ohne Gegenstimmen wählte die Mitgliederversammlung die Kandidatinnen und Kandidaten. Mit einer gesunden Mischung von erfahrenen Amtsinhabern und kompetenten Neuzugängen gehen die Insel-Genossen in die Wahl. Alle Kandidatinnen und Kandidaten sind hochmotiviert, sich für die Belange und Interessen der Inselgemeinde einzubringen und sich zum Wohle aller einzusetzen. Unter der Versammlungsleitung von Dieter Klöckner, MdL, wurde der amtierende Ortsbürgermeister Josef Gans als Spitzenkandidat auf Platz 1 der Liste gewählt. Er versieht dieses Amt seit nunmehr 10 Jahren und bemüht sich um die Wiederwahl für die nächste Amtsperiode.

Foto: Die Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich den Wählerinnen und Wählern vor.

Die SPD der Verbandsgemeinde Vallendar hatte zur Mitglieder- und Wahlversammlung eingeladen, und viele Mitglieder kamen. In einer engagierten Rede benannte der Vorsitzende der VG-SPD, Bernd Schemmer die Ziele für die neue Wahlperiode. In einem Rat ohne absolute Mehrheit kommt es auf die Argumente an, und da sind wir sicherlich gut aufgestellt: „Wir versprechen nicht nur die Entlastung der Ortsgemeinden und natürlich der Bürgerinnen und Bürger, sondern setzen diese auch um: So führte die konsequente Tilgung der Schulden für Investitionen zur Senkung der Verbandsgemeindeumlage 2014 für die Stadt Vallendar und die Ortsgemeinden.“ Dies zeigt auch die aktuelle Gebührensenkung für die Abwasserbeseitigung im gerade verabschiedeten Wirtschaftsplan 2014 des Abwasserwerks der Verbandsgemeinde.

Bernd Schemmer betonte in seiner kurzen Ansprache das Wir-Gefühl innerhalb der kommunalen Familie von Stadt und Ortsgemeinden einerseits und der Verbandsgemeinde: „Sinnvolle Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsgemeinde und den Nachbargemeinden sowie die Nutzung und Entwicklung von Einsparmöglichkeiten werden unseren Gemeinden den nötigen Gestaltungsspielraum verschaffen.“
Der Vorstand hatte eine Liste mit kompetenten und engagierten Bewerberinnen und Bewerbern aus der Stadt Vallendar und den Ortsgemeinden Niederwerth, Urbar und Weitersburg der Versammlung vorgestellt. Bürgermeister Fred Pretz führte als Versammlungsleiter gewohnt souverän durch das formale Prozedere. Er dankte ausdrücklich für die Bereitschaft und das Engagement, mit denen sich die Kandidaten für diese ehrenamtliche Tätigkeit einbringen. Die Liste ist mit je 16 weiblichen und männlichen KandidatInnen ausgewogen besetzt und enthält Vorschläge aus allen Ortsgemeinden und der Stadt Vallendar. Nach kurzer Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten wurde der Listenvorschlag von der Mitgliederversammlung einhellig angenommen.
Mit neuen Bewerbern und erfahrenen Fraktionsmitgliedern aus dem derzeitigen Rat präsentiert die SPD eine gute Mischung, die in der künftigen Rats- und Ausschussarbeit der Verbandsgemeinde ihre Ideen einbringen möchte. Eine starke SPD in Stadt, Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde ist gut für die Gemeinden und gut für unsere Bürgerinnen und Bürger, betonte der derzeitige Fraktionsvorsitzende Dr. Matthias Rest.
Auf den ersten 10 Listenplätzen wurden nominiert: Bernd Schemmer (Vallendar), Brigitte Heitmann-Weiß (Vallendar), Dr. Johannes Ferber (Urbar) Klaudia Follmann-Muth (Niederwerth), Sascha Langenstein (Weitersburg), Dr. Matthias Rest (Vallendar), Cornelia Gottlieb (Vallendar), Günter Meder (Vallendar), Cornelia Zajonzek (Urbar), Josef Gans (Niederwerth). An dieser Stelle werden auch die weiteren Bewerberinnen und Bewerber vorgestellt.